Der Minister für Wissenschaft, Technik und Innovation, Clelio Camplina, bei der Bekanntgabe des Projektes Amazon Face / Copyright: Agência Brasil
Der Minister für Wissenschaft, Technik und Innovation, Clelio Camplina, bei der Bekanntgabe des Projektes Amazon Face / Copyright: Agência Brasil

Der Minister für Wissenschaft, Technik und Innovation, Clelio Camplina, bei der Bekanntgabe des Projektes Amazon Face. / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Minister für Wissenschaft, Technik und Innovation, Clelio Camplina, und die Vertreterin der Interamerikanischen Entwicklungsbank in Brasilien, Daniela Carrera Marquis, haben vor zwei Tagen (14.05.) ein Abkommen für das Programm „Amazon Face“ unterzeichnet. Durch das Abkommen werden Investitionen in Höhe von 2,3 Millionen US-Dollar freigegeben, die zur Realisierung von Forschungsprojekten bestimmt sind. Dabei wird untersucht, welche Effekte ein höherer Kohlendioxidgehalt auf das Ökosystem des Regenwaldes hat.

Laut Angaben des Sekretärs der Abteilung für Maßnahmen und Forschungsprogramme des Ministeriums, Carlos Afonso Nobre, ist der Vertrag ein wichtiger Schritt, um die Forschungsreihe starten zu können. Diese Art von Experimenten sei generell sehr teuer und müsse im internationalen Rahmen geplant werden. Durch das Abkommen wäre die Finanzierung des Projekts für die ersten zwei Jahre gesichert, so Nobre. Außerdem seien die Experimente wichtig, um die Auswirkungen des Treibhauseffektes abschätzen zu können.

David Montenegro Lapola, Professor der Universität von São Paulo und Teilhaber der Studien, erläuterte, dass in acht Gebieten des Amazonas über einen längeren Zeitraum erhöhte Konzentrationen an Kohlenstoff ausgestoßen werden und man die Reaktion der Pflanzen darauf von den höchsten Blättern bis hin zur Wurzel untersuchen werde. Das Projekt soll voraussichtlich im Jahr 2027 enden. (ds)