Geflügelzucht in Santa Catarina / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

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Die Geflügelzucht in Brasilien wird aufgrund der Krise dieses Jahr nur ein moderates Wachstum von ca. zwei Prozent erfahren, sowohl in der Produktion als auch im Export, so schätzte gestern (30.01.) die Nationale Gesellschaft für Landwirtschaft SNA (Sociedade Nacional de Agricultura) in Rio de Janeiro ein. Die Daten wurden von Francisco Turra, Präsident des Brasilianischen Verbandes für Geflügelzucht (União Brasileira de Avicultura, kurz: UBRABEF), der die Produzenten und Exporteure dieses Sektors vereint, vorgetragen.

2011 erreichte der interne Konsum 47,4 Kilogramm pro Einwohner. Turra entgegnete allerdings, dass er für 2012 trotz der Krise einen leichten Anstieg erwarte.

Er erklärte, dass es sehr viele Turbulenzen auf dem externen Markt gäbe. Einige Länder, die die Produkte normalerweise kaufen, würden durch Schutzmaßnahmen der lokalen Produzenten die brasilianischen Geflügelexporte gefährden. Eines dieser Länder sei Russland. Auch der Iran und Irak reduzierten die Importe, um die eigenen Produzenten zu schützen.

Die Geflügelherstellung wuchs 2011 um sieben Prozent und bewirkte damit, dass Brasilien der weltweit zweitgrößte Geflügelproduzent neben China und den USA wurde. Die Exporte beliefen sich auf 3,2 Prozent mit einem Anteil an 40 Prozent des Weltmarktes.

Bezüglich des Konsums konnte ein Anstieg von zehn Prozent verzeichnet werden. Besonders die Klassen C und D würden sehr viel Geflügel konsumieren, so Turra. „Der Brasilianer isst 47,4 Kilo Geflügel, 35 Kilo Rindfleisch und 15 Kilo Schweinefleisch pro Jahr.“

Im Bereich der Exporte stellte Turra fest, dass die Ergebnisse des Monats Januar positiv überrascht hätten. „Wir werden im Vergleich zum Januar letzten Jahres um zehn Prozent wachsen.“ Trotz allem erwarte Turra für dieses Jahr keine besonders hohe Wachstumsrate. (ds)