In den Kommunen Brasiliens dürfte in diesen Tagen der Wahlkampf beginnen, noch läuft er schleppend an / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Patrick
In den Kommunen Brasiliens dürfte in diesen Tagen der Wahlkampf beginnen, noch läuft er schleppend an / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Patrick

In den Kommunen Brasiliens dürfte in diesen Tagen der Wahlkampf beginnen, noch läuft er schleppend an / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Patrick

Das Oberste Wahlgericht (Tribunal Superior Eleitoral, kurz: TSE) Brasiliens hat bis gestern (08.07.) 213.869 Registrierungen für kommunalpolitische Kandidaten entgegen genommen. Damit ist die Registrierungsphase nun abgeschlossen. Bei den Kommunalwahlen, die im Oktober statt finden werden, sind unter anderem die Posten der Bürgermeister, Vizebürgermeister und Stadträte zu vergeben.

Von den gesamten Registrierungen entfallen 199.372 auf Anwärter für einen Posten als Stadtrat. Rund 7.000 Anmeldungen gab es jeweils für die Wahlen zum Bürger- und Vizebürgermeister. Der Bundesstaat mit den meisten Registrierungen ist São Paulo mit 59.770 Anmeldungen. Die wenigsten Meldungen wurden im Bundesstaat Alagoas mit nur 792 Registrierungen gezählt.

Ab gestern sieht der Wahlkampf der Kommunalwahlen auch vor, dass die einzelnen Parteien mit der Vorbereitung ihrer Präsentation in den Medien beginnen dürfen. Hierbei wird vor allen Dingen die Werbung in Radiosendern und Fernsehanstalten eine große Rolle spielen.

Den Kandidaten ist es verboten, während des Wahlkampfes Geschenke an die Bürger zu verteilen. So soll verhindert werden, dass die Bevölkerung sich allein aus diesem Grund von einem Politiker überzeugen lässt. In der Vergangenheit wurden vorzugsweise T-Shirts, Kappen, Stifte oder Essenspakete verschenkt. Dieses Mal müssen die Kandidaten bei Verstößen gegen das Verbot mit einer Geldstrafe von 800 – 3.000 Euro rechnen.

Die brasilianischen Bürger können sich unterdessen im Internet über das Programm DivulgaCand 2012 des TSE Informationen zu allen Kandidaten ansehen. Unter anderem polizeiliche Führungszeugnisse und deren vorgesehene Finanzpläne für den kommunalen Wahlkampf. (sg)