Der Sitz der UBS-Bank in New York / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Urbanrenewal

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Die Schweizer Bank UBS gab gestern (12.09.) bekannt, Brasilien als Hauptsitz für sämtliche Geschäfte in Lateinamerika zu nutzen. Die Lizenz, um dies zu realisieren, hat das Unternehmen bereits beantragt.

,,Wir sind nicht hier, um den brasilianischen Markt für uns zu gewinnen. Stattdessen möchten wir das Land als Zentrum für den südamerikanischen Kontinent nutzen“, so Yassine Bouhara, der kürzlich zum Leiter für die Abteilung der Schwellenländer ernannt wurde. Dieser Bereich der UBS ist neu, bisher hat die Bank ihre Zuständigkeiten ausschließlich regional aufgeteilt.

Diese strukturelle Reformierung hängt mit der Prognose des Unternehmens zusammen, in welchen Regionen zukünftig Gewinne erwirtschaftet werden, nämlich in den Ländern mit Wachstumspotenzial. Laut Bouhara verfügten Schwellenländer über keinerlei finanzielle Mittel, heute seien sie die Investoren.

In Anbetracht der schwachen Zahlen im zweiten Semester hat UBS angekündigt, 3.500 Stellen abzubauen, das sind fast fünf Prozent der Belegschaft. Jedoch bekräftigte Yassine Bouhara, dass die Schwellenländer davon unberührt bleiben. ,,Wir stellen neue Mitarbeiter in Indien, Russland, China und Lateinamerika ein. Der Stellenabbau betrifft nicht die Strategie, die für Brasilien vorgesehen ist“, erklärte der Leiter für die Abteilung der Schwellenländer, der kürzlich Brasilien besucht hat. (gp)