Ab 2015 bekommen alle diejenigen eine Geldstrafe, die ihren Wasserverbrauch erhöhen. / Copyright: Wikimedia Commons, Mariordo
Ab 2015 bekommen alle diejenigen eine Geldstrafe, die ihren Wasserverbrauch erhöhen. / Copyright: Wikimedia Commons, Mariordo

Ab 2015 bekommen alle diejenigen eine Geldstrafe, die ihren Wasserverbrauch erhöhen. / Copyright: Wikimedia Commons, Mariordo

Der Ton im Kampf gegen die Wasserknappheit im Bundesstaat São Paulo wird rauer. Jetzt will der Gouverneur des Bundesstaates Geraldo Alckmin Strafen an diejenigen vergeben, die ihren Wasserverbrauch erhöhen und zwar in den Städten, die vom Wasserversorgungsunternehmen des Bundesstaates Sabesp versorgt werden. Wer seinen Verbrauch um bis zu 20 Prozent über dem Durchschnitt erhöht, muss auch einen Aufpreis von 20 Prozent auf seine Rechnung bezahlen. Wer noch über den 20 Prozent Mehrverbrauch liegt, bekommt einen Aufschlag von 50 Prozent auf seine Rechnung.

Diese Regelung tritt ab Januar in Kraft und wird sich zum ersten Mal bei den Rechnungen im Februar bemerkbar machen. Wer seinen Verbrauch erhöhen muss, etwa weil ein neues Familienmitglied hinzugekommen ist oder weil sich die Anzahl an Personen in einem kommerziellen Gebäude erhöht hat, kann per Formular die Rücknahme der Strafe beantragen. Laut Alckmin ist das Ziel der Maßnahmen, den Wasserverbrauch von 2,5 Kubikmetern pro Sekunde im Bundesstaat zu reduzieren. Kunden, die bis zu zehn Kubikmetern pro Monat verbrauchen, müssen keine Strafe zahlen.

Zusätzlich zu den Geldstrafen kündigte Alckmin an, dass die Sabesp kostenlos Wassertanks an 31 Städte in der Region verteilen wird. Profitieren sollen davon Verbraucher mit einem Haushaltseinkommen von bis zu drei Monatsgehältern, die in sozial gefährdeten Gebieten wohnen und die Probleme mit dem Wassermangel haben. Rund 10.000 Menschen sollen 500 Liter Wasser erhalten. Die Regierung wird außerdem noch für ein Jahr den Bonus an die vergeben, die ihren Verbrauch senken. Gleichzeitig werden Kits zum Wassersparen verteilt mit vier Spezialventilen für den Wasserhahn. (ls)

Quelle: Agência Brasil