Die Kommission für Menschenrechte des brasilianischen Senats diskutiert wiederholt über den Umgang mit Marihuana. / Copyright: Wikimedia Commons, Die Kommission für Menschenrechte des brasilianischen Senats diskutiert wiederholt über den Umgang mit Marihuana. / Copyright: Wikimedia Commons, Chmee2
Die Kommission für Menschenrechte des brasilianischen Senats diskutiert wiederholt über den Umgang mit Marihuana. / Copyright: Wikimedia Commons, Die Kommission für Menschenrechte des brasilianischen Senats diskutiert wiederholt über den Umgang mit Marihuana. / Copyright: Wikimedia Commons, Chmee2

Die Kommission für Menschenrechte des brasilianischen Senats diskutiert wiederholt über den Umgang mit Marihuana. / Copyright: Wikimedia Commons, Die Kommission für Menschenrechte des brasilianischen Senats diskutiert wiederholt über den Umgang mit Marihuana. / Copyright: Wikimedia Commons, Chmee2

Wiederholt diskutiert die Kommission für Menschenrechte des brasilianischen Senats über eine mögliche Regulierung der Produktion, des Handels und des Gebrauchs von Marihuana. Die Debatte ist Teil einer zweiten Runde von öffentlichen Anhörungen der Kommission, um zu entscheiden, ob das Thema für einen Gesetzesentwurf taugt. Basis soll ein Bericht sein, der vom Senator Cristovam Buarque vorbereitet wird. „Ich habe mich auf keine Seite geschlagen, ich bin unabhängig“, bestätigte der Senator des Bundesdistrikts.

Seiner Meinung nach verliert Brasilien den Kampf gegen die Drogen, was die Schwäche der heutigen Verbotsregelung beweise. „Ein Verbot ist der richtige Weg, aber es muss ein anderer als heute sein. Wir müssen einen neuen Weg finden, um dem Problem zu begegnen: Entweder wir führen eine Regulierung ein, nicht um den Gebrauch zu erlauben, sondern um das Problem zu lösen. Oder wir stellen neue Mechanismen auf, die es uns ohne Regulierung ermöglichen, den Kampf gegen die Drogen zu gewinnen.“

„Wir wollen Marihuana in unserem Land nicht legalisieren, wir lassen das Argument nicht gelten, dass die Droge als Medikament für die Gesundheit wichtig sei, weil in diesem Sinne Marihuana nicht zum Rauchen gedacht ist, sondern als Bestandteil von Tabletten oder anderen Medikamenten. Außerdem gibt es keine einstimmige Meinung in der internationalen Medizin darüber, ob Marihuana für die Gesundheit vorteilhaft ist“, sagt der Analyst Alamar de Charvalho.

An der Debatte nahmen auch Befürworter einer Regulierung von Marihuana teil, wie der Politikwissenschaftsstudent Victor Dittz. Er sagte, dass die aktuelle Politik „unwirksam sei und dass es zahlreiche Möglichkeiten gebe, um Argumente für ein Verbot zu widerlegen, sei es das verfassungswidrige Drogengesetz, sei es die Beschränkung der Rechte des Einzelnen oder medizinisches Interesse. (ls)