Mülldeponie in der Nähe von Brasília / Copyright: Agência Brasil
Mülldeponie in der Nähe von Brasília / Copyright: Agência Brasil

Mülldeponie in der Nähe von Brasília / Copyright: Agência Brasil

Vom 24. bis 27. Oktober wird in der brasilianischen Hauptstadt Brasília die Vierte nationale Umweltkonferenz stattfinden (4ª Conferência Nacional de Meio Ambiente). Eines der Ziele ist, bis 2014 Mülldeponien abzuschaffen und dafür mehr Recyclinghöfe zu eröffnen. Brasiliens habe derzeit 2.906 aktive Mülldeponien und von den 189.000 Tonnen täglich produziertem Abfall werden nur 1,4 Prozent recycelt.

In der Konferenz werden schließlich vier Hauptthemen zur Diskussion stehen: die nachhaltige Produktion und der nachhaltige Konsum, die Verringerung der Auswirkungen auf die Umwelt, die Schaffung von Arbeitsstellen und Einkommen sowie die Umweltbildung. Dabei wird ein Dokument mit den 60 wichtigsten Maßnahmen erstellt, das bedeutet pro Hauptthema 15 Maßnahmen.

Seit 2010, mit der Veröffentlichung des Abfallprogramms PNRSS (Política Nacional de Resíduos Sólidos) müssen alle Gemeinden einen Plan für die Abfallwirtschaft erstellen, um an finanzielle Unterstützung der Regierung zu kommen und an Investitionen in den Sektor. Im Gesetz wird außerdem die Abschaffung der Mülldeponien bis 2014 festgeschrieben. Und das stelle eine besondere Herausforderung dar, denn nur 27 Prozent der brasilianischen Städte hätten Recyclinghöfe und nur 14 Prozent der Gemeinden würden Müll trennen.  „Wir müssen die Abfälle in Rohstoffe umwandeln, damit unsere Umwelt nicht so stark belastet wird. Es ist verlorenes wirtschaftliches Potenzial, wenn wir die Produkte nicht wiederverwerten“, so erläuterte der Leiter der Abteilung für soziale Umweltverantwortung des Umweltministeriums (MMA), Geraldo Abreu. Laut Angaben des MMA gewinne man mit dem Recycling rund acht Milliarden Reais jährlich. (ds)