Andréa Bolzon, Vertreterin des Atlas der Entwicklungsdiagnostik in Brasilien, und Jorge Chediek, Koordinator des Entwicklungsprogramms im Land / Copyright: Agência Brasil
Andréa Bolzon, Vertreterin des Atlas der Entwicklungsdiagnostik in Brasilien, und Jorge Chediek, Koordinator des Entwicklungsprogramms im Land / Copyright: Agência Brasil

Andréa Bolzon, Vertreterin des Atlas der Entwicklungsdiagnostik in Brasilien, und Jorge Chediek, Koordinator des Entwicklungsprogramms im Land. / Copyright: Agência Brasil

Laut Einschätzungen des Entwicklungsberichts von 2014, der durch das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen veröffentlicht wurde, konnten Brasiliens Sozialprogramme und die Erweiterung öffentlicher Ausgaben dazu beitragen, die Armut im Land zu verringern.

Im Detail sind das die antizyklische Politik (Erhöhung öffentlicher Ausgaben zum Zeitpunkt geringen Wirtschaftswachstums), die Programme zur Einkommensverteilung und die politischen Maßnahmen zur Wertsteigerung des Mindestlohns. Diese Maßnahmen trugen dazu bei, dass das Verbraucherverhalten von 40 Prozent der ärmsten Bevölkerung stärker ansteigen konnte als das der Durchschnittsbevölkerung.

Mit diesem Erfolg konnte Brasilien einen Platz im Ranking des Entwicklungsniveaus gut machen und befindet sich nun auf dem 79. Rang. Der Vertreter des Entwicklungsprogramms in Brasilien, Jorge Chediek, erachtet die Politik des Landes als richtig und angemessen in Anbetracht der weltweiten wirtschaftlichen Situation: „Die internationale Finanzkrise hat in Brasilien ernsthafte Probleme verursacht und die Schaffung von Arbeitsplätzen bedroht sowie den sozialen Fortschritt.“ Die antizyklische Politik kann seines Erachtens nach sogar ein gutes Beispiel für die entwickelten Länder sein.

Laut Andréa Bolzon, Vertreterin des Atlases der Entwicklungsdiagnostik in Brasilien, ist die Hilfe für die arme Bevölkerung nicht allein den Sozialprogrammen zu verdanken. Die Erweiterung der Kreditrahmen und die Werterhöhung des Mindestlohns hätten zusätzlich den Arbeitsmarkt angekurbelt. Diese Maßnahmen hätten dem Land geholfen, einen gleichbleibend hohen Entwicklungsindex (Human Development Index, kurz: HDI) aufrechtzuerhalten. (ds)