Das Büro der Vereinten Nationen in Brasília soll weiteren Büros weltweit als Vorbild dienen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Wilfried Huss
Das Büro der Vereinten Nationen in Brasília soll weiteren Büros weltweit als Vorbild dienen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Wilfried Huss

Das Büro der Vereinten Nationen in Brasília soll weiteren Büros weltweit als Vorbild dienen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Wilfried Huss

Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen und Verbrechen will in gemeinsamer Arbeit mit der brasilianischen Regierung verschärft gegen Drogenkriminalität und andere Delikte vorgehen. Gemeinsam mit Vertretern des brasilianischen Justizministeriums (Ministério da Justiça) stellten UN-Mitarbeiter vorgestern (08.05.), im Rahmen der Eröffnung eines neuen UN-Büros gegen Verbrechen und Drogenkriminalität in Brasília, eine neue gemeinsame Strategie vor.

Der UN-Repräsentant und Leiter des Büros, Rafael Franzini, lobte den Willen der brasilianischen Regierung, die Maßnahmen zu intensivieren. Darüber hinaus sprach er von der Relevanz des UN-Büros in Brasilien, welches ein wichtiger Anlaufpunkt für die gesamte südamerikanische Region sei. Nachdem man einen gemeinsamen Plan zur Bekämpfung des Drogenhandels und der Kriminalität erstellt habe, könne dieser auch auf die Nachbarstaaten Brasiliens ausgeweitet werden, betonte Franzini. Der Leiter der internationalen Abteilung der UN gegen Drogenkriminalität und Verbrechen, Yury Fedotov, sprach sogar von der Vorreiterrolle Brasiliens. Die Eröffnung des Büros in Brasília sei ein Vorbild für andere Städte wie Neu Delhi, Peking und Moskau. Mit diesen bestünden ebenfalls Verhandlungen über die Eröffnung eines ähnlichen Büros, erklärte Fedotov.

Auch der brasilianische Staatssekretär des Justizministeriums, Vitore Maximiano, begrüßte die UN-Niederlassung und zeigte sich optimistisch ob schneller Erfolge. Man wolle gemeinsam Studien verfassen, Präventivmaßnahmen ins Leben rufen und Drogenabhängigen helfen und diese resozialisieren. Insgesamt begrüße Brasilien die Niederlassung der UN sehr, betonte Maximiano. (sg)