Flagge der UNASUL / Copyright: UNASUL

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Die Staatschefs der zwölf Länder der Union Südamerikanischer Nationen (União de Nações Sul-Americanas, kurz: UNASUL, auch: UNASUR) kamen gestern (24.08.) zu einer Einigung hinsichtlich des Umgangs mit den Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise. Maßnahmen seien das Schaffen eines regionalen Reservefonds, der Bank Banco do Sul für die Finanzierung von Baumaßnahmen im Bereich der Infrastruktur und Entwicklung der Länder sowie das Vorantreiben des Handelsaustausches mit lokaler Währung.

Bereits auf der letzten Versammlung der UNASUL im Juli sei die Krise Thema der Verhandlungen der Staatschefs gewesen. Eines der Ergebnisse der Gespräche war das Schaffen des Südamerikanischen Rates für Wirtschaft und Finanzen (Conselho Sul-Americano de Economia e Finanças), um den Ideenaustausch von Wirtschaftsministern und Präsidenten der Zentralbanken der Länder zu gewährleisten. Der Rat rief weitere drei Arbeitsgruppen ins Leben, die eine Frist von 60 Tagen haben, um ihre Ergebnisse zu präsentieren.

Eine Aufgabe der Arbeitsgruppen sei es, den Handelsaustausch mit regionalen Währungen voranzutreiben und die Transaktionen mit US-Dollar zu verringern. Der Vize-Wirtschaftsminister Argentiniens, Roberto Foletti, bekundete, dass die Repräsentanten der Länder sich auf ein vielseitiges Zahlungssystem einigen konnten, das die Verwendung regionaler Währungen beabsichtigt.

Des Weiteren könnten Länder, die mit der Zahlungsbilanz Schwierigkeiten hätten, auf einen Reservefonds zurückgreifen. Außerdem gäbe es eine regionale Bank, die Banco do Sul, die die Entwicklung Südamerikas finanziell unterstütze.

Laut Foletti habe die weltweite Krise die Länder der UNASUL noch nicht erreicht, da die entsprechenden Zentralbanken ausreichend finanzielle Reserven hätten (rund 550 Mrd. US$). Er betonte in diesem Zusammenhang, wie wichtig die Erhaltung der regionalen Märkte sei. (ds)