Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Finanzminister Guido Mantega / Copyright: Agência Brasil

Wie bereits beim Treffen von Dilma Rousseff und ihrer argentinischen Amtskollegin Cristina Fernandez de Kirchner angekündigt, kommen heute die Finanzminister der Mitgliedsstaaten der Union Südamerikanischer Nationen (União de Nações Sul-Americanas, kurz: UNASUL) zusammen, um über Maßnahmen gegen die internationale Krise zu beraten.

Das zentrale Thema ist es, Lösungsansätze zu finden, auf welche Art und Weise die südamerikanischen Länder von finanziellen Engpässen, wie sie in den USA und in einigen Ländern Europas zu spüren sind, verschont bleiben. Zudem sollen Neuerungen mit dem Ziel entwickelt werden, die jeweilige Wirtschaft der einzelnen Nationen des Zusammenschlusses zu stärken.

,,Lateinamerika kann eine bessere Leistung vorweisen als die entwickelten Länder in Europa oder die USA. Das wollen wir beibehalten und die Beziehungen zwischen den Ländern Südamerikas noch vertiefen, indem wir gegenseitig von unseren Märkten und Handelsbeziehungen profitieren“, erklärte der brasilianische Finanzminister Guido Mantega. In der Hauptstadt Buenos Aires trifft Mantega auf den argentinischen Minister für Wirtschaft, Amado Boudou.

Am vergangenen Dienstag sprach Guido Mantega bei einer Sitzung im Abgeordnetenhaus über die Krise und betonte, dass Brasilien, in Gegensatz zu anderen Nationen über mehr Potenzial verfüge, die wirtschaftlichen Aktivitäten des Landes weiterhin hoch zu halten. Außerdem werden nach wie vor die öffentlichen Ausgaben kontrolliert. Dem Finanzminister zufolge, liegt darin ein wesentliches Problem der sogenannten entwickelten Länder, welche ihre öffentlichen Gelder nicht ausreichend kontrollieren  . (gp)