Trotz dass die Bildungsziele der UNESCO bis 2015 nicht erreicht werden können, gibt es in Brasilien positive Entwicklungen / Copyright: Agência Brasil
Trotz dass die Bildungsziele der UNESCO bis 2015 nicht erreicht werden können, gibt es in Brasilien positive Entwicklungen / Copyright: Agência Brasil

Obwohl die Bildungsziele der UNESCO bis 2015 nicht erreicht werden können, gibt es in Brasilien positive Entwicklungen. / Copyright: Agência Brasil

Laut Angaben der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) ist Brasilien eines der 53 Länder, die die Bildungsziele des Programms „Bildung für alle“ bis 2015 nicht erreichen werden. Dies geht aus dem elften Weltbildungsbericht der UNESCO hervor, der am vergangenen Dienstag (28.01.) veröffentlicht wurde.

Im Programm „Bildung für alle“ haben sich 164 Länder verpflichtet, sechs Bildungsziele bis 2015 zu erreichen. Die Länder arbeiten beispielsweise an der frühkindlichen Bildung, an der Vereinheitlichung der Grundbildung, an der Förderung der Bildungs- und Lebenskompetenzen für Jugendliche und Erwachsene, an der Reduzierung des Analphabetismus um 50 Prozent, an der Geschlechtergleichstellung und an der Verbesserung der Qualität der Bildung. Die Ziele werden schließlich auch nach 2015 weiterverfolgt und es werden realistische Kriterien der Finanzierungen für das Bildungswesen aufgestellt.

Laut Angaben des Berichts fiel das Ergebnis bei der Reduzierung des Analphabetismus unter Erwachsenen am schlechtesten aus. Nur 20 Prozent der Länder erreichten das Ziel. Was die Geschlechterparität bei der Sekundärbildung betrifft, erreichte man in diesem Bereich das beste Ergebnis: 70 Prozent der Länder waren erfolgreich.

Der UNESCO zufolge gibt es in Brasilien allerdings trotz allem positive Entwicklungen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden große Fortschritte gemacht. Einer davon war der Zugang zur Grundbildung. Dieser wurde vereinheitlicht und bezieht 94,4 Prozent der Bevölkerung zwischen 7 bis 14 Jahren ein. Des Weiteren hat sich auf dem zweiten Bildungsweg die Anzahl der Jugendlichen im Vergleich zu 1995 verdoppelt. Auch die Senkung der Analphabetismusrate bei Jugendlichen und Erwachsenen sei positiv sowie der verbesserte Zugang zum höheren Bildungswesen. (ds)