Die medizinische Versorgung von Kleinkindern ist nicht in allen Regionen Brasiliens gewährleistet / Copyright: Wikimedia Creative Commons, jmaximo
Die medizinische Versorgung von Kleinkindern ist nicht in allen Regionen Brasiliens gewährleistet / Copyright: Wikimedia Creative Commons, jmaximo

Die medizinische Versorgung von Kleinkindern ist nicht in allen Regionen Brasiliens gewährleistet / Copyright: Wikimedia Creative Commons, jmaximo

In dem brasilianischen Bundesstaat Pernambuco, im Nordosten des Landes, initiiert UNICEF in diesen Tagen eine Kampagne, die den gesundheitlichen Schutz von Kleinkindern propagiert. Das Projekt „Woche des Babies“ (Semana do Bebê) soll auf die notwendige medizinische Versorgung Neugeborener und Kleinkinder hinweisen. Außerdem will UNICEF in diesem Rahmen die Kindersterblichkeit, Fehlgeburten und die Sterblichkeit von schwangeren Frauen bekämpfen.

Finanziert wird das Projekt durch den französischen Pharmakonzern Sanofi. Rund eine Million Reais (rund 378.000 Euro) stellte das Unternehmen zur Verfügung.

In speziellen Seminaren sollen Eltern lernen, wie wichtig die medizinische Frühversorgung von Kindern in den ersten Lebensjahren ist. Durch die Seminare soll das Verhalten vieler Eltern geändert werden, sodass sie einen verantwortungsbewussteren Umgang mit der Gesundheit ihres Kindes erlernen. Weitere Maßnahmen von UNICEF sind Vorträge zur richtigen Ernährung des Kindes und Angebote sportlicher Aktivitäten für Eltern und Kleinkinder.

Auch die Kommunalregierungen sollen langfristig in das Projekt eingebunden werden. Im Zuge der Kampagne soll eine neue kommunale Gesundheitspolitik entwickelt werden, die größtenteils für die Kosten der postnatalen Untersuchungen aufkommt. Experten von UNICEF gaben an, dass die Hälfte aller Todesfälle von Neugeborenen durch die Untersuchungen vermieden werden könnten. In Pernambuco konnte die Kindersterblichkeit in den letzten fünf Jahren zwar schon von 40 Todesfällen pro 1.000 Neugeborenen auf 15 reduziert werden. Mitarbeiter von UNICEF sind jedoch sicher, dass eine weitere Minderung möglich ist. (sg)