Übergabe des UNICEF-Labels an Präfekte der Gemeinden der semiariden Region und Amazonasgebietes / Copyright: Agência Brasil

Übergabe des UNICEF-Labels an Präfekte der Gemeinden der semiariden Region und Amazonasgebietes / Copyright: Agência Brasil

Gestern (29.11.) verlieh die UNICEF 399 brasilianischen Gemeinden der semiariden Region und des Amazonasgebietes das UNICEF-Label für anerkannte Gemeinden (Selo Unicef Município Aprovado) für deren erzielte Fortschritte.

Das Label steht mit einem Programm in Verbindung, durch das die UNICEF Partnerschaften mit Gemeinden eingeht und finanzielle Unterstützung für die Verbesserung der Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche gewährleistet. 2009 hatten sich fast 1.800 Gemeinden in das Programm der UNICEF eingeschrieben und etwas mehr als 20 Prozent konnten die Ziele erreichen. Zur Einschätzung der Fortschritte untersuchte die Organisation 33 verschiedene Kriterien, wie beispielsweise die Kindersterblichkeit, der Zugang zur Schwangerschaftsvorsorge und die Rate der Schulabgänger.

Bei der gestrigen Auszeichnung der Gemeinden lobte die UNICEF Fortschritte im Gesundheitswesen, im Bildungswesen und bei der Sozialhilfe. „[Das Programm] ist eine Initiative, das außergewöhnliche Ergebnisse in unserem Land mit sich bringt. Es ändert die Lebensbedingungen der ärmsten Menschen. In manchen Fällen sind die Voraussetzungen schon gegeben, nur fehlt ein Anstoß zur Verwirklichung“, so Cid Gomes, Gouverneur des Bundesstaates Ceará.

Maria do Rosário, Ministerin des Sekretariats für Menschenrechte, glaube auch daran, dass durch das Programm die Ungleichheit in den verschiedenen Regionen Brasiliens verringert werden kann. Es sei eine Form, den Armutskreis mittels Bildung zu durchbrechen, denn den Kindern und Jugendlichen werde so eine qualitativ hochwertige Ausbildung garantiert. (ds)