Brasilien ist eines der bevölkerungsreichsten Länder mit dem geringsten Bevölkerungswachstum. / Copyright: Agência Brasil Brasilien ist eines der bevölkerungsreichsten Länder mit dem geringsten Bevölkerungswachstum. / Copyright: Agência Brasil

Brasiliens Bevölkerung wird deutlich langsamer wachsen. Laut den neuesten Hochrechnungen der UNO wird Brasilien bis 2050 vom fünften auf den siebten Rang der bevölkerungsreichsten Länder rutschen. Die am Mittwoch (29.7.) vorgestellten Prognosen der weltweiten Bevölkerungsentwicklung zeigen, dass die brasilianische Bevölkerung bis 2030 um 20,8 Millionen auf 228,6 Millionen Menschen anwachsen wird, berichtet die Zeitung Valor Econômico. Dies sei zwar eine Steigerung, der Wachstum verlangsame sich jedoch deutlich.

Noch in den 50er Jahren belegte Brasilien bezogen auf das Wachstum weltweit den vierten Platz. In den letzten fünf Jahren hingegen sank das Land gemessen am Bevölkerungszuwachs auf den elften Platz und wird sich in den kommenden Jahrzehnten auf Platz 16 einfinden.

Grund dafür ist, dass Brasilien zu einem der bevölkerungsreichsten Länder mit der niedrigsten Geburtenrate geworden ist und unter dem weltweiten Durchschnitt bleibt, wie aus dem UN-Bericht hervorgeht. Damit reiht sich Brasilien neben China, den USA, Russland und Japan ein.

Während die Prognosen der UNO ein Sinken der weltweiten Geburtenrate von aktuell 2,5 auf 2,25 Kinder in 2045 vorsehen, fällt der Wert in Brasilien bis in das Jahr 2030 auf 1,66 Kinder. Noch in den 1980er Jahren hat er sich bei durchschnittlich 4,31 Kindern befunden, wie der Valor Econômico schreibt. Dies führt dazu, dass die brasilianische Bevölkerung bis 2040 stabil bleiben wird, um anschließend bis ins Jahr 2100 auf 200 Millionen Einwohner zu sinken.

Der UN-Bericht hob für Brasilien zudem ein Ungleichgewicht der Geschlechter hervor. Insgesamt stünden den rund 105 Millionen Frauen 102 Millionen Männer gegenüber. (ms)

Quelle: Valor Econômico