Die Kampagne I´m-a-city-changer will die Brasilianer zum Umstieg auf das Fahrrad bewegen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Shea
Die Kampagne I´m-a-city-changer will die Brasilianer zum Umstieg auf das Fahrrad bewegen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Shea

Die Kampagne I´m-a-city-changer will die Brasilianer zum Umstieg auf das Fahrrad bewegen / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Shea

Im Rahmen der Konferenz für Nachaltigkeit der Vereinten Nationen, Rio+20, rief die Agentur der Vereinten Nationen für Städte (Agência das Nações Unidas para as Cidades, kurz: ONU-Habitat) gestern zu einer Fahrradtour durch Rio de Janeiro auf, um für das Fahrrad fahren in Städten zu werben. Bei dieser Aktion handelt es sich um eine weltweite Initiative, die unter dem Namen I’m a City Changer zum Verzicht auf Autos in Großstädten anregen möchte und den Umstieg auf Fahrräder vorschlägt.

Die Kampagne I’m a City Changer will weltweit die Lebensqualität in Städten verbessern. In Brasilien liegt ihr Fokus dabei auf der urbanen Mobilität. Für den brasilianischen Koordinator der Kampagne, Wagner Andrade, ist es enorm wichtig, die Brasilianer für einen nachaltigeren Umgang mit ihrer Stadt zu sensibilisieren und ihnen den Umstieg auf Fahrräder näher zu bringen, um langfristig die Umweltverschmutzung zu reduzieren. Andrade sagte, dass es nicht allein an der Regierung und den Staatschefs liege, ob die Welt nachhaltiger wird, sondern dass gerade den Bürgern dabei eine wichtige Rolle zukommt.

Brasilien ist im weltweiten Vergleich eines der Länder, in denen das Fahrrad als Transportmittel äußerst selten eingesetzt wird. Laut Andrade assoziieren die Brasilianer Fahrad fahren immer noch lediglich mit einer Freizeitbeschäftigung, aber nehmen es nicht als ernst zu nehmendes Transportmittel wahr. Dabei bietet gerade Rio de Janeiro mit 280 Kilometern Radweg sehr gute Voraussetzungen. (sg)