Unsicherer Wahlausgang, unstete Zeiten an der Börse in Sao Paulo. / Copyright WikiCommons Autor: Rafael Matsunaga
Unsicherer Wahlausgang, unstete Zeiten an der Börse in Sao Paulo. / Copyright WikiCommons Autor: Rafael Matsunaga

Unsicherer Wahlausgang, unstete Zeiten an der Börse in Sao Paulo. / Copyright Wikimeida Commons, Rafael Matsunaga

Die Börse in Brasilien, Bovespa, schloss vergangene Woche wiederholt im Minus und damit den achten Tag in Folge. Dies war die schlimmste Woche seit Mai 2012, als die Krise Griechenlands für Kursrutsche an den Börsen sorgte. Ursächlich für die aktuelle Ungewissheit auf dem Börsenparkett sind der nach derzeitigen Umfragen unsichere Ausgang der Präsidentschaftswahl am 3. Oktober sowie die weltweite Konjunktur, wie das Wirtschaftsblatt Valor Econômico in seiner Wochenendausgabe (12.9.) schreibt.

Ausnahme stellten einzig die Export orientierten Unternehmen dar, die dank eines Plus von 1,5 Prozent beim US-Dollar gegenüber dem Real höhere Auftragsbücher vorweisen konnten.

Die jüngsten Erhebungen zur politischen Stimmung im Land bestätigten vergangene Woche abermals einen ungewissen Wahlausgang. In einer Stichwahl würden die Amtsinhaberin Dilma Rousseff (PT) und die Herausforderin Marina Silva (PSB) beide auf circa 42 Prozent der Stimmen kommen. Ein Umfrageergebnis, das sich konstant zu halten scheint.

Überrascht hatte die Analysten zuletzt jedoch, dass die seit einiger Zeit sinkende Zustimmung zu Dilma Rousseff wieder ansteigt, wie Valor Econômico schreibt. Noch im Juni hielten nur 31 Prozent der Wähler die derzeitige Regierung für gut, derzeit sind es 38 Prozent. Dies wiederum führt zu einer Stabilisierung der Umfragewerte von Rousseff, nachdem ihre Werte bis zuletzt gesunken waren. „Der Markt hatte erwartet, dass die Zustimmung zur Regierung sich früher oder später auch in mehr Stimmen für Dilma Rousseff widerspiegeln würde“, bestätigt Luis Gustavo Pereira, Geschäftsführer des Finanzberatungsunternehmens Guide Investimentos. (ms)