Der neue Bildungsonzern "Nova Kroton" zählt landesweit über 126 Bildungseinrichtungen. / Copyright Agência Brasil
Der neue Bildungsonzern "Nova Kroton" zählt landesweit über 126 Bildungseinrichtungen. / Copyright Agência Brasil

Der neue Bildungskonzern „Nova Kroton“ zählt landesweit über 126 Bildungseinrichtungen. / Copyright Agência Brasil

Zwei der beiden größten privaten Bildungseinrichtungen Brasiliens, Kroton und Anhanguera, haben sich zu einem Giganten zusammengeschlossen. Mit der Zustimmung der Aktionäre beider Unternahmen am Donnerstag (3.7.) existiert nun ein neuer Gigant auf dem brasilianischen Bildungsmarkt. Rund 22 Milliarden Reais (etwa 7,23 Mrd. Euro) schwer ist das neue Unternehmen „nova Kroton“. Der Name Anhanguera bleibe als Marke erhalten, wie die Zeitung Estado de São Paulo in seiner Onlineausgabe (3.7.) berichtet.

Laut Informationen von Kroton zählt das Unternehmen seit dem Zusammenschluss 1,5 Millionen Schüler und Studierende vom Grundschul- bis zum Hochschulbereich und verfüge über 124 Einrichtungen im Land. Darüber hinaus gebe es 726 Zentren wie Abendschulen und Fernuniversitäten, die Bildung auf Distanz anböten.

Mit der Zustimmung zum Zusammenschluss beschieden die Aktionäre von Kroton auch über eine Kapitalerhöhung des Bildungskonzerns. Über den Verkauf von mehr als 135 Millionen Aktien soll der Kapitalstock um 2,327 Mrd. Reais (ca. 766 Millionen Euro) angehoben werde. Die Aktie der Anhanguera sei mit einem Wert von einem Drittel bei der Kroton-Aktie eingeflossen. Wie weiter berichtet wird, bleibt der Präsident von Kroton, Rodrigo Galindo, Geschäftsführer des neuen Unternehmens. Gabriel Mário, ehemals Vorstandsvorsitzender von Anhanguera, wird Präsident des Aufsichtsrates von nova Kroton.

Das Kartellamt (Conselho Administrativo de Defesa Econômica, kurz: Cade) stimmte der Fusion zuletzt nach einem Jahr Verhandlungen zu. Auflage ist, das Geschäft des Fernunterrichts bei der konzerneigenen Firma Uniasselvi auszulagern. Diese verfügt derzeit über 75.000 Schüler und Studierende. (ms)