Regierung wird im November über einen nationalen Plan für eine soziale Marktwirtschaft beraten. / Copyright: Wikimedia Commons, Tetraktys

 

Regierung wird im November über einen nationalen Plan für eine soziale Marktwirtschaft beraten. / Copyright: Wikimedia Commons, Tetraktys

Regierung wird im November über einen nationalen Plan für eine soziale Marktwirtschaft beraten. / Copyright: Wikimedia Commons, Tetraktys

Vertreter von Vereinigungen und Unternehmen, die sich der sozialen Marktwirtschaft verschrieben haben, arbeiten derzeit an einem landesweiten Plan für ihren Sektor, der im November an die Regierung in Brasília übergeben werden soll. Neben den Vorschlägen der Bundesstaaten wird auch die Regierung einen nationalen Plan für eine soziale Marktwirtschaft formulieren.

„Den Plan, den wir entwickeln werden, tragen wir nach Brasília zusammen mit anderen Bundesstaaten, damit am Ende ein nationaler Plan entsteht. Es wird kein fester Plan sein, sondern einer, den jeder Bundesstaat auf seine Bedürfnisse hin anpassen kann“, erklärte der Sekretär für Arbeit und Einkommen des Bundesstaates Rio de Janeiro, Sergio Romay.

Neben Anregungen zum sozialwirtschaftlichen Markt, geht es vor allem um Kredite und Marktanreize. „Wir haben bereits eine starke Partnerschaft zu Sebrae (Unterstützung Brasilien für Mikro- und Kleinunternehmen) und genauso werden wir eine Verbindung zur AgeRio aufbauen (bundesstaatliche Agentur für Unternehmensförderung von Rio) mit dem Ziel, noch mehr finanzielle Mittel zur Umsetzung einer sozialen Marktwirtschaft einzusammeln“, so Romay.

Der Plan soll am Ende Unternehmern wie der Handwerkerin Anastácia Nicácio, 48 Jahre alt, zugute kommen. Sie berichtet, dass das größte Problem derzeit die Abhängigkeit von anderen Geschäften ist, um die eigenen Waren zu verkaufen. Zusammen mit vier Bewohnern der Gemeinde São João de Meriti nutzt sie recycelbare Materialien wie Planen, Plastikflaschen und Broschüren für die Fertigung von Handtaschen, Accessoires und Verzierungen.

Die Produkte werden über den Großhandel an Läden im Süden verkauft, die viel höhere Preise von den Kunden verlangen. „Wenn wir einen kostenlosen Ort hätten, an dem wir unsere Produkte verkaufen können, wäre dies viel besser. Weil ich von den Läden abhängig bin, um über den Großhandel verkaufen zu können, erziele ich bei ihnen nur geringe Preise, während sie selbst die Produkte dreimal teuerer weiter verkaufen.“ (ls)