Brasilien und die USA wollen über gemeinsame Projekte im Energiesektor beraten. / Copyright: Agência Brasil Brasilien und die USA wollen über gemeinsame Projekte im Energiesektor beraten. / Copyright. Agência Brasil

Die USA und Brasilien wollen beim Klimaschutz enger zusammen arbeiten. Gegenüber der Presse betonte der US-amerikanische Umweltminister Ernest Moniz, dass es eine positive Perspektive für die Kooperation beider Länder in Energiefragen gebe. Zudem hob er die laufenden Gespräche über den Einsatz der „hoch entwickelten brasilianischen Biokraftstoffe“ hervor, wie die Zeitung Valor Econômico berichtet.

Gleichzeitig verwies Moniz auf die noch großen Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich erneuerbarer Energien in Brasilien. „Wir können uns Partnerschaften in der Forschung zu sauberer Energie in Bereichen von gemeinsamem Interesse vorstellen“, so der US-Minister am Mittwoch (20.05) in Washington.

Moniz erklärte weiterhin, man erkenne an, dass Brasilien bereits eine Wirtschaft mit einem geringen Kohlenstoffausstoß sei. Dies sei auf die Bedeutung der Wasserkraft im brasilianischen Energiemix zurückzuführen. Im brasilianischen Fall gebe es „eine enorme Abhängigkeit von der Wasserkraft“, so Moniz. Die Wasserreserven stellten jedoch ein Risiko dar.

Die binationale Zusammenarbeit werde demnach einer der Schwerpunkte des Besuches von Rousseff Ende Juni in Washington sein. Erste Schritte seien bereits auf dem 7. Amerika-Gipfel im April in Panama zwischen beiden Staatschefs vereinbart worden (BrasilNews berichtete, 13.4.15). Damals war es zu einer Wiederannäherung beider Regierungen gekommen, nachdem 2013 bekannt geworden war, dass die NSA auch das Handy der brasilianischen Präsidentin abgehört hatte. Auf dem geplanten Treffen werden neben dem Klima auch die Themen Wissenschaft, Technologie und Bildung, sowie Verteidigung und Außenhandel auf der Agenda stehen. (ms)

Quelle: Valor Econômico