Wirtschaftsvertreter aus Brasilien und den USA sehen es als wichtigen Schritt, dass Dilma Rousseff ihre geplante US-Reise doch noch umsetzt. / Copyright: Wikimedia Commons, PHC C.M. Fitzpatrick
Wirtschaftsvertreter aus Brasilien und den USA sehen es als wichtigen Schritt, dass Dilma Rousseff ihre geplante US-Reise doch noch umsetzt. / Copyright: Wikimedia Commons, PHC C.M. Fitzpatrick

Wirtschaftsvertreter aus Brasilien und den USA sehen es als wichtigen Schritt, dass Dilma Rousseff ihre geplante US-Reise doch noch umsetzt. / Copyright: Wikimedia Commons, PHC C.M. Fitzpatrick

Unternehmen aus Brasilien und Nordamerika haben eine neue Phase von Geschäftsverhandlungen begonnen, um Vorschläge für Regierungsmaßnahmen für die Verbesserung von Handel und Investitionen zwischen den beiden Ländern zu entwickeln. Das Programm zur bilateralen Agenda beinhaltet Vereinbarungen zum freien Handel, zur Vereinfachung von Visa und Barrieren bei Zoll-, Gesundheit- und Pflanzenschutzregeln. Das Programm wurde am Dienstag (11.11) bei einer Sitzung des Unternehmerrats Brasilien-USA (Cebeu) am Sitz des brasilianischen Industrieverbands CNI diskutiert.

Unternehmensvertreter beider Länder sehen als wesentlichen Schritt, dass Präsidentin Dilma Rousseff ihre geplante offizielle Reise in die USA verwirklicht, die wegen der Spionagevorwürfe erst einmal auf Eis gelegt worden war. Neben der Begleichung eventueller Probleme aufgrund der diplomatischen Krise wies der Präsident der brasilianischen Sektion des Cebeu Frederico Curado daraufhin, dass dieser Besuch in Kürze stattfinden müsse. Dieser Schritt würde die Beziehungsarbeit zwischen Brasilien und den USA noch weiter beschleunigen.

„Die Geschäfte zwischen den beiden Ländern wurden nie unterbrochen, weil die Verbindungen zwischen den beiden Wirtschaftsgemeinschaften stabil sind“, so Curado. Außerdem habe man zwei Länder mit einer Geschichte von 500 Jahren und den gleichen Zeitzonen, zwei Demokratien mit einem ähnlichen Regierungssystem. „Sogar im Glauben sind wir gleich.“

Für den Vizepräsident der amerikanischen Kammer, Jodi Bond, ist ein Staatsbesuch in den USA ein „wichtiger Schritt, um beiden Länder bei der Verbesserung von Themen wie Beschäftigung und Produktivität zu helfen“. Laut Bond schauen alle Länder in Zeiten der Krise auf Brasilien. „Deshalb werden die Wirtschaftsgemeinschaften weiterhin die jeweilige Regierung dazu auffordern, die Handelsbeziehungen zu stärken.“ (ls)