Leopoldo López tritt im Februar gegen Hugo Chávez an / Copyright: Agência Brasil

Leopoldo López tritt im Februar gegen Hugo Chávez an / Copyright: Agência Brasil

Der oppositionelle Präsidentschaftskandidat aus Venezuela, Leopoldo López, kam gestern (06.10.) mit den drei ehemaligen brasilianischen Präsidenten Fernando Henrique Cardoso, Fernando Collor de Melo und José Sarney zusammen. Zudem äußerte er den Wunsch, sich vor den Präsidentschaftswahlen in Venezuela auch mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff zu treffen.

Brasilien ist das zweite von López besuchte Land. Zuvor war er in Paraguay und führt nun seine Reise nach Argentinien und Kolumbien fort. Der Politiker erklärte, dass er mit den Besuchen in den Nachbarländern die Integration und gegenseitige Solidarität unter den Nationen Lateinamerikas suche. ,,So war auch Venezuela solidarisch mit Argentinien, Brasilien und Chile, als diese für die Demokratie kämpften. Heute erwarten wir diese Solidarität und das Verständnis“, bekräftigte er.

In den kommenden Präsidentschaftswahlen in Venezuela kandidiert Leopoldo López gegen Hugo Chávez, der mittlerweile seit zwölf Jahren die Macht innehält. López versicherte, dass er in kurzer Zeit die Armut beseitigen könne und führte als Beispiele Brasilien und Mexiko an, wo auf effiziente Art und Weise tausende Familien aus ihrer Situation der Armut befreit worden wären.

Außerdem bezog er sich auf die kürzlich getroffene Entscheidung des Interamerikanischen Gerichts für Menschenrechte, welches das Verbot seiner Präsidentschaftskandidatur aufhob, sodass López sich für die kommenden Wahlen aufstellen lassen konnte. ,,Wir werden eine Veränderung einleiten, hin zum Weg der Demokratie. Heute ist die venezolanische Opposition so stark vereint, wie nie zuvor“, betonte der Präsidentschaftskandidat. (gp)