Augusto Nardes, Präsident des brasilianischen Rechnungshofes, über mögliche Maßnahmen in Bildung, Gesundheit und für die Erhaltung des Regenwaldes / Copyright: Agência Brasil
Augusto Nardes, Präsident des brasilianischen Rechnungshofes, über mögliche Maßnahmen in Bildung, Gesundheit und für die Erhaltung des Regenwaldes / Copyright: Agência Brasil

Augusto Nardes, Präsident des brasilianischen Rechnungshofes, über mögliche Maßnahmen in Bildung, Gesundheit und für die Erhaltung des Regenwaldes / Copyright: Agência Brasil

Gestern (17.09.) sprach der brasilianische Präsident des Rechnungshofes TCU (Tribunal de Contas da União), Augusto Nardes, über öffentliche Gelder des Bildungswesens auf dem Seminar „Dialog zur Verbesserung der öffentlichen Leitung“ (Diálogo Público para a Melhoria da Governança Pública). Die Gelder würden in Brasilien schlecht umgesetzt werden, so Nardes. Es gäbe zum Beispiel Schulen, die mit den gleichen Mitteln viel höhere Resultate erlangen würden als andere. Zu erklären sei dieses Phänomen mit der besseren Führung der Lehrer.

Im Land wurden verschiedene Schulen geprüft mit dem Ziel, Schwachstellen in der öffentlichen Verwaltung festzustellen und Wege für die Regierungen der Bundesstaaten zur Verbesserung dieser Probleme zu finden. Heute wird Nardes der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff Präventivmaßnahmen vorschlagen sowie Partnerschaften mit der Exekutive, die bei der Suche nach effektiven Regierungspraktiken helfen sollen.

Durch Kontrollen des TCU könnten in Partnerschaft mit der öffentlichen Verwaltung Gelder eingespart werden. So gehe man gegen Korruption, Unterschlagung von Geldern und überhöhte Abrechnungen vor. Beispielsweise hätte der TCU mit Kontrollen bewirkt, dass in den letzten fünf Jahren Einsparungen für die Wirtschaft in Höhe von 102 Milliarden Reais (ca. 33,8 Milliarden Euro) erlangt wurden. Allein durch die Überwachung der Baumaßnahmen bei der Fußball-WM waren es 700 Millionen Reais.

Eine weitere Maßnahme seien Kontrollen im Gesundheitswesen, die für das kommende Jahr geplant sind, um auch in diesem Bereich Schwachstellen und nicht ordnungsgemäßen Vorgängen entgegenwirken zu können. Im Gespräch sei außerdem die Überwachung der Vorgänge zur Erhaltung des Regenwaldes. (ds)