Die maximale Hauftdauer für Minderjährige soll laut eines Vorschlags von drei auf acht Jahre erhöht werden./ Copyright: Wikimedia Commons, Immanuel Giel
Die maximale Hauftdauer für Minderjährige soll laut eines Vorschlags von drei auf acht Jahre erhöht werden./ Copyright: Wikimedia Commons, Immanuel Giel

Die maximale Hauftdauer für Minderjährige soll laut eines Vorschlags von drei auf acht Jahre erhöht werden./ Copyright: Wikimedia Commons, Immanuel Giel

Die Sekretäre für öffentliche Sicherheit von vier Bundesstaaten in Brasilien – Rio de Janeiro, Espírito Santo, São Paulo und Minas Gerais – wollen Gesetze ändern, um besser gegen bestimmte Verbrechen vorgehen zu können, die in den großen Städten zunehmen. Die Vorschläge zu den Gesetzesänderungen liegen seit dem vergangenen Mittwoch (4. Juni) beim Nationalkongress. Die Sekretäre sind aufgrund des Anstiegs der Kriminalität besorgt und haben sich deshalb mit den Präsidenten des Abgeordnetenhauses und des Senats getroffen, um um Unterstützung bei Projekten und der öffentlichen Diskussion zu bitten.

Insgesamt soll es 13 Gesetzesänderungen sowie fünf verwaltungstechnische Änderungen geben, wobei es insbesondere um Verbrechen geht wie Morde durch Staatsangehörige, wie Polizisten und Lehrer, schweren Raub mit Waffen, bei der mehr als eine Person involviert ist, Raub mit schwerer Körperverletzung sowie Hehlerei, bei der die Güter weiterverkauft oder für industrielle Zwecke genutzt werden. Die Änderungen der Einstufung dieser Verbrechen soll bewirken, dass die Verbrecher härter bestraft werden und es für sie schwieriger wird etwa auf Bewährung wieder frei zu kommen. Die Sekretäre bitten auch darum, dass wieder ein kriminologisches Gutachten eingeführt wird, bevor die Straftäter das Gefängnis verlassen dürfen.

Laut der Vorschläge soll außerdem die maximale Haftzeit für Minderjährige von drei auf acht Jahre erhöht werden, falls es sich um ein schwerwiegendes Verbrechen handelt. Denn vor allem der Anstieg der Zahl der minderjährigen Verbrecher macht den Sekretären Sorgen. Aber auch der Anstieg von Einbruch und Diebstahl ist ein Grund für die Initiative der Sekretäre – in den vergangenen Jahren ist die Zahl dieser Verbrechen um 40 Prozent angestiegen. (ls)