Der-Chef-der-brasilianischen-Finanzaufsicht-hat-Verfahren-gegen-die-am-Kartell-um-die-Petrobras-beteiligten-Unternehmen-eingeleitet.-Copyright-Agência-Brasil
Der Chef der brasilianischen Finanzaufsicht, Valdir Simão, hat Verfahren gegen die am Kartell um die Petrobras beteiligten Unternehmen eingeleitet. / Copyright: Agência Brasil

Der Chef der brasilianischen Finanzaufsicht, Valdir Simão, hat Verfahren gegen Unternehmen eingeleitet, die am Kartell um Aufträge der Petrobras beteiligt waren.  / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Finanzaufsicht (Controladoria-Geral da União, kurz: CGU) hat die Aufnahme von Verfahren wegen Bestechung, Kartellbildung und Geldwäsche gegen mehr als zehn Unternehmen bekannt gegeben, gegen die in der Korruptionsaffäre um das halbstaatliche Erdölunternehmen Petrobras ermittelt wird.

Die Eröffnung der Prozesse war am gestrigen Mittwoch (11.3.) auf Anordnung des Vorsitzenden Valdir Simão eingeleitet und im Diário Oficial da União veröffentlicht worden. Demnach seien gegen die Unternehmen Alumni Engenharia, Andrade Gutierrez, Odebrecht, Odebrecht Óleo e Gás, Odebrecht Ambiental, GDK, Promon Engenharia, Fidens Engenharia, Sanko Sider und SOG Óleo e Gás Verfahren eingeleitet worden, wie die Onlineausgabe der Zeitung OGlobo berichtet (11.3.). Die Unternehmen würden in den kommenden Tagen benachrichtet.

Erst am Freitag (6.3.) vergangener Woche hatte der Bundesstaatsanwalt Rodrigo Janot die Namen der am Kartell um Aufträge der Petrobras beteiligten Unternehmen veröffentlicht (BrasilNews berichtete, 9.3.15). Im Falle einer Verurteilung könnten die Strafen je nach Anklagepunkt sehr unterschiedlich ausfallen. Den Unternehmen könnten untersagt werden, zukünftig mit öffentlichen Institutionen Verträge einzugehen. Zudem seien Strafzahlungen oder andere Strafen möglich, wie OGlobo berichtet. Angesichts der Fülle der laufenden Prozesse und der Größe des Kartells sei nicht ausgeschlossen, dass weitere Verfahren eröffnet werden, die weitere Strafbestände aufgriffen.

Bereits im Dezember 2014 hatte der CGU Verfahren gegen acht Unternehmen, die im Zuge der Ermittlungen der Bundesbehörden, der Operation Lava Jato, der Geldwäsche und Korruption überführt wurden, eingeleitet. Laut Medienberichten zählten die Unternehmen UTC-Constran, Camargo Corrêa, Queiroz Galvão, Mendes Junior, OAS, Engevix, Galvão Engenharia und Iesa zu den betreffenden Firmen.

Seit mehreren Monaten wird im Rahmen der Operation „Lava Jato“ gegen frühere Vorstandsmitglieder der Petrobras, sowie gegen Politiker, Finanzinstitute und am Kartell beteiligte Unternehmen ermittelt (BrasilNews berichtete, 30.01.15). (ms)

Quelle: OGlobo