Die Vergabe von vier Lizenzen des 4G-Mobilfunknetzes bringt dem brasilianischen Staat rund 2,5 Milliarden Euro. / Copyright: WikiCommons Autor Eugene
Die Vergabe von vier Lizenzen des 4G-Mobilfunknetzes bringt dem brasilianischen Staat rund 2,5 Milliarden Euro. / Copyright: WikiCommons Autor Eugene

Die Vergabe von vier Lizenzen des 4G-Mobilfunknetzes bringt dem brasilianischen Staat rund 2,5 Milliarden Euro. / Copyright: Wikimedia Commons, Eugene

Die Versteigerung von Lizenzen des Mobilfunkstandards der vierten Generation, das 4G, wird dem brasilianischen Haushalt voraussichtlich   mindestens 7,708 Milliarden Reais (circa 2,5 Milliarden Euro) einbringen. Wie die staatliche Agentur für Telekommunikation (Agência Nacional de Telecomunicações, kurz: Anatel) mitteilte, sei die Versteigerung für den 30. September angesetzt. Der Mindestpreis für eine der vier Vergabelizenzen werde 1,927 Milliarden Reais (circa 640 Millionen Euro) betragen.

Das 4G-Mobilfunkstandard beziehungsweise Long Term Evolution, LTE, bezeichnet den Nachfolger von UMTS und ermöglicht prinzipiell Datenübertragungsgeschwindigkeiten bis zu 500 Mbit pro Sekunde. Zudem bietet LTE genügend hohe Datenraten für Videotelefonie.

Anatel teilte mit, das Verfahren werde das höchste Gebot berücksichtigten. Die vier Lizenzen für eine landesweite Reichweite würden in unterschiedliche Regionen aufgeteilt, damit diese sich nicht überlagerten, so Anatel. Die fünf in Brasilien agierenden Mobilfunkunternehmen Vivo, TIM, Claro, Oi und Nextel hätten ihre Teilnahme an der Versteigerung bereits angekündigt, wie die Zeitung Valor Econômico (21.8.) schreibt.

Des Weiteren würde auf jede vergebene Lizenz der Wert von 903,9 Millionen Reais (etwa 300 Millionen Euro) für die so genannte Bereinigung der Leitung fällig werde. Diese sei durch offene TV-Kanäle belegt. Der Staat würde die Kosten für die Umlage auf die Netzbetreiber umlegen. Dies wären weitere 3,615 Milliarden Reais (circa 1,2 Milliarden Euro) an Auslagen.

Insgesamt könnten 11,8 Milliarden Reais (fast vier Milliarden Euro) auf die Netzbetreiber zukommen, wie der Valor Econômico bilanziert. Wiederum seien nur zehn Prozent der Kosten bei der Lizenzvergabe zu zahlen und der Rest in Raten ab dem dritten Jahr des Betriebs. (ms)