Vicente Cândido, Berichterstatter des Gesetzes zur Fußball-WM 2014, beim Interview im brasilianischen Abgeordnetenhaus / Copyright: Agência Brasil

Vicente Cândido, Berichterstatter des Gesetzes zur Fußball-WM 2014, beim Interview im brasilianischen Abgeordnetenhaus / Copyright: Agência Brasil

Der Berichterstatter des Gesetzes zur Fußball-WM 2014, der Abgeordnete Vicente Cândido (der Partei PT), teilte gestern (15.03.) mit, dass der Verkauf von alkoholischen Getränken in den Stadien zur WM im Gesetzestext verankert bleibt. Einen Tag zuvor gab es das Gerücht, dass die Parteiführer im Abgeordnetenhaus ein Abkommen zum Verbot von Alkohol abgeschlossen hätten.

Der Verkauf alkoholischer Getränke während der WM würde Teil der Kompromisse sein, die die brasilianische Regierung mit der FIFA zur Durchführung der WM eingegangen sei.

Auch das Sportministerium bestätigte diese Informationen: Beim Abkommen zwischen der FIFA und der Regierung handele es sich um die Garantie Nr. 8, eine Ausnahmebestimmung, durch die der Verkauf alkoholischer Getränke während der Fußball-WM in den Stadien der Gastgeberstädte zugesichert wird. Damit sollen die kommerziellen Rechte geschützt und ausgebaut werden.

Allerdings hob das Ministerium hervor, dass die Vereinbarung erst durch die Wahl des Gesetzesentwurfs (Lei Geral da Copa) im brasilianischen Abgeordnetenhaus gültig wird.

Seit einigen Monaten berät sich die brasilianische Regierung über die Klauseln des Gesetzes und versucht zu einer Einigung zu kommen. Besonders die Problematik bezüglich des Verkaufs von Alkohol wurde von den Beteiligten heftig diskutiert, wobei es viele Gegner gab. Normalerweise ist der Verkauf von alkoholischen Getränken in brasilianischen Stadien untersagt. (ds)