Eletrobras rechnet in diesem Jahr schon wieder mit einem Gewinn nach einem verlustreichen Jahr 2013.
Eletrobras rechnet in diesem Jahr schon wieder mit einem Gewinn nach einem verlustreichen Jahr 2013.

Eletrobras rechnet in diesem Jahr schon wieder mit einem Gewinn nach einem verlustreichen Jahr 2013.

Der Präsident von Eletrobras José da Costa geht davon aus, den Verlust aus dem vergangenen Jahr von vier Milliarden Reais in diesem Jahr in einen Gewinn umwandeln zu können. Das würden interne Untersuchungen zeigen, sagte er am vergangenen Freitag. Ein Teil der Ausgaben über einen langen Zeitraum (rund 6,3 Milliarden Reais) seien einmalig Kosten gewesen. Oder mit anderen Worten: Diese Ausgaben würden nicht wieder auftreten, oder könnten in einigen Fällen sogar wieder eingespielt werden, da sie zwar als Ausgaben anzusehen aber wie eine Investition zu verbuchen seien. Als Investitionen könnten sie dem Staat als Mehrheitseigner am Ende wieder als Gewinn zugute kommen. „Nimmt man die Ausgaben heraus, die nicht wieder anfallen, kommen wir von einem Verlust von vier Milliarden Reais zu einem Gewinn von 2,2 Milliarden Reais, in gerundeten Zahlen“, so Costa. Von den 6,3 Milliarden Reais Einmahl-Zahlungen seien vier Milliarden für die Erzeugung und Umwandlung von Energie angefallen, sowie 2,3 Milliarden Reais für die Verteilung.

Unter den einmaligen Buchungen nannte er als Beispiel das Programm zur Entlassung von Mitarbeitern, das Kosten von 1,7 Milliarden Reais verursacht habe, sowie Investitionen von 800 Millionen Reais, die von der nationalen Agentur für elektrische Energie Aneel noch nicht als solche verbucht worden seien und in die Verlustrechnung miteinbezogen wurden. Costa zufolge verließen 4220 Mitarbeiter das Unternehmen, bis Ende des Jahres soll diese Zahl auf 5000 ansteigen. „Die Ausgaben für dieses Programm werden im kommenden Jahr nicht wieder auftreten, weil ein Großteil bis dahin bereits entlassen worden sein wird. In 2014 fallen also nicht nur keine 1,72 Milliarden Reais mehr an, wir werden auch einen positiven Effekt von 1,2 Milliarden Reais verbuchen durch die geringere Summe an Gehaltszahlungen.“

Das andere Beispiel der rund 800 Millionen Reais an Investitionen von 2013 und Ende 2012 seien bei der Energieumwandlung angefallen, Aneel habe diese Zahlungen aber immer noch nicht abschließend als Investitionen anerkannt. „Bis das nicht passiert ist, weist auch unser Buchhalter die Ausgaben nicht als Investitionen aus. So hoffen wir, dass die Agentur die Ausgaben bald anerkennt und wir somit den Vorteil haben, vom negativen zum positiven Ergebnis zu gelangen.“ (ls)