Logo IFDM / Copyright: FIRJAN

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Laut dem aktuellen FIRJAN-Index für die Entwicklung der Gemeinden (Índice Firjan de Desenvolvimento Municipal, kurz: IFDM) konnte das Ungleichgewicht zwischen den armen und reichen Regionen Brasiliens verringert werden. Für das Jahr 2009 verzeichnete man ein Wachstum des Indexes von 69,1 Prozent der insgesamt 5.565 brasilianischen Gemeinden.

Es sei eine klare Reduzierung des Ungleichgewichts zwischen brasilianischen Gemeinden zu erkennen. Damit erlangen auch die untersten Schichten einen höheren Entwicklungsstatus, so Guilherme Mercês, Leiter der Wirtschaftsstudien an der FIRJAN, dem Industrieverband des Bundesstaates Rio de Janeiro (Federação das Indústrias do Estado do Rio de Janeiro).

Die höchsten Entwicklungsindizes wurden nur in 235 Gemeinden durch den IFDM festgestellt. Verglichen mit dem Jahr 2008 (269 Gemeinden) kam es hier zu einem Rückgang von 0,6 Prozent.

Dieser Wert würde die Auswirkungen der internationalen Krise auf das Jahr 2009 widerspiegeln. Arbeitsplätze und Einkommen gingen um 5,2 Prozent zurück und das vor allem in den großen Städten.

Die am stärksten ausgeprägten Steigerungen des Entwicklungsindexes konnten im Südosten und Süden Brasiliens ermittelt werden. Laut Mercês sei dies auf die Veränderungen bei Arbeitsplätzen und Einkommen, aber auch auf das Gesundheits- und Bildungswesen zurückzuführen. Deutliche Ungleichheiten seien allerdings immer noch zwischen dem Norden/Nordosten und dem Süden/Südosten des Landes festzustellen. Dafür haben sich die westlichen Gebiete Zentralbrasiliens weiterentwickelt und gute beziehungsweise hohe Entwicklungsindizes zugewiesen bekommen.

Im Vergleich der letzten zehn Jahren zeigt die Studie, dass 90 Prozent der Gemeinden ein Wachstum aufweisen. Die Städte mit geringerer Entwicklung gingen von 18,2 Prozent auf 0,4 Prozent zurück, obwohl immer noch 22 Gemeinden des Nordens und Nordostens einen sehr geringen Entwicklungsstatus haben.

Laut Mercês wäre die Entwicklung über einen längeren Zeitraum gesehen zwar sehr positiv, es würde allerdings immer noch ein ausgeprägtes  Ungleichgewicht in Brasilien vorhanden sein. Dieses zu beseitigen, halte er für eine der größten Herausforderungen. Man müsse ein Programm aufstellen, mit dem die Gemeinden ihr Gesundheits- und Bildungswesen stärken sowie in den Arbeitsmarkt investieren.  (ds)