Der Schuldenberg brasilianischer Familien steigt weiter an / Copyright: Wikimedia Creative Commons
Der Schuldenberg brasilianischer Familien steigt weiter an / Copyright: Wikimedia Creative Commons

Der Schuldenberg brasilianischer Familien steigt weiter an / Copyright: Wikimedia Creative Commons

Die Verschuldung brasilianischer Familien nimmt weiter zu. Obwohl die Steuern in den letzten Monaten immer wieder gesenkt wurden, erreichen die Schulden einen neuen Rekord. Die brasilianische Regierung hatte in diversen Bereichen, darunter auch der Privatsektor, die Steuern gesenkt und sich dadurch einen Anstieg des Konsums erhofft. Dass der Anstieg des Konsums mit der Vergrößerung der Schulden der Haushalte einhergeht, hatte die Regierung nicht erwartet.

Nach Angaben der brasilianischen Zentralbank (Banco Central, kurz: BC) beträgt die Schuldlast der Familien in den letzten zwölf Monaten rund 44,46 Prozent des Gesamteinkommens aller Brasilianer. Seit Beginn der Datenerhebungen im Jahr 2005 ist dies der höchste Wert der je gemessen wurde. Im Juli dieses Jahres betrug die Verschuldung noch 44,04 Prozent. Laut BC stiegen die Schulden in den ersten acht Monaten dieses Jahres um jeweils 1,81 Prozent an.

Trotz der Reduzierung der Steuern im Laufe des aktuellen Jahres, sank die monatliche Rückzahlung der Schulden durch die Familien. Im Januar wurden noch 8,13 Prozent des monatlichen Gehalts für die Begleichung der Schulden und der Zinsen aufgewendet. Im Juli waren es hingegen lediglich noch 7,87 Prozent. Der niedrigste Wert wurde im August mit nur 7,82 Prozent gemessen.

Die brasilianische Zentralbank geht derweil davon aus, dass die Verschuldung noch weitaus höher ist, da Kreditkartenvorgänge nicht in die Berechnungen einbezogen werden. (sg)