Vor allem Familien mit hohem Einkommen konnten ihre Schulden weiter verkleinern. / Copyright: Wikimedia Commons, Felix Tansil
Vor allem Familien mit hohem Einkommen konnten ihre Schulden weiter verkleinern. / Copyright: Wikimedia Commons, Felix Tansil

Vor allem Familien mit hohem Einkommen konnten ihre Schulden weiter verkleinern. / Copyright: Wikimedia Commons, Felix Tansil

Wie schon im Februar ist auch im März die Zahl der verschuldeten Familien in São Paulo gesunken. Laut der Untersuchung zur Verschuldung und Zahlungsrückständen von Verbrauchern waren im März insgesamt 1,74 Millionen Familien von irgendeiner Art an Schulden belastet, 4,8 Prozent weniger als noch im Februar. Im Vergleich zum März des Vorjahres liegt der Rückgang bei 6,9 Prozent. Die Untersuchung wurde am vergangenen Donnerstag (3. April) vom Bundesverband für Handel mit Waren, Dienstleistungen und Tourismus des Staates São Paulo (FecomercioSP) veröffentlicht.

Bezieht man alle Haushalte der Stadt in die Betrachtung ein, liegt der Anteil der verschuldeten Familien im März bei 48,4 Prozent und erreicht damit das niedrigste Niveau seit Dezember 2012, als der prozentuale Anteil bei 46,3 Prozent lag. An der aktuellen Untersuchung nahmen 2200 Verbraucher in der Hauptstadt des Staates São Paulo teil.

Dem Bundesverband zufolge sank die Verschuldung insbesondere bei den Paulistanern (Einwohner der Stadt São Paulo) mit einem hohen Einkommen. Der Anteil der verschuldeten Familien, die mehr als zehn Minimalgehälter im Monat verdienen, sank von Februar bis März von 37,7 Prozent auf nunmehr 29,3 Prozent. Bei den verschuldeten Familien mit einem Einkommen unter zehn Minimalgehältern pro Monat blieb der Anteil nahezu gleich mit einem Wert von 55,4 Prozent im Februar und 55 Prozent im März.

Am häufigsten werden Schulden über die Kreditkarte aufgenommen: Von den Familien, die angaben noch Schulden begleichen zu müssen, sagten 65,9 Prozent, dass es sich dabei um Rechnungen der Kreditkarte handele. Es folgt die Finanzierung von Autos (18,7 Prozent), Ratenzahlungen für Bücher (15,4 Prozent), Privatkredite (12,3 Prozent), Immobilienfinanzierungen (11,3 Prozent) sowie Überziehungskredite (5,6 Prozent). (ls)