Umweltministerin Izabella Teixeira über die neuen Maßnahmen zum Kampf gegen die illegale Abholzung / Copyright: Agência Brasil
Umweltministerin Izabella Teixeira über die neuen Maßnahmen zum Kampf gegen die illegale Abholzung / Copyright: Agência Brasil

Umweltministerin Izabella Teixeira über die neuen Maßnahmen zum Kampf gegen die illegale Abholzung / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Umweltministerin Izabella Teixeira teilte gestern (27.11.) mit, dass die Regierung die Maßnahmen zum Kampf gegen die illegale Abholzung des Regenwaldes verstärken werde, die in diesem Jahr um 28 Prozent angestiegen ist. Laut Teixeira wird das Nationale Institut für Weltraumforschung INPE (Instituto Nacional de Pesquisas Espaciais) Satellitenbilder verwenden, durch die bereits Abholzungen bis zu drei Hektar erkannt werden können. Mit der aktuellen Methode, mit dem System zur Erkennung von Abholzung in Echtzeit DETER (Sistema de Detecção de Desmatamentos em Tempo Real), könnten Abholzungen nur über 25 Hektar entdeckt werden.

Das INPE wird schließlich auch neue Technologien mittels Radar verwenden, durch die durch Wolken und Blätterdächer gesehen werden kann. Genau diese Problematiken würden die derzeitigen Untersuchungen mittels Satelliten erschweren. Um die Arbeit verstärkter zu kontrollieren, würde das Brasilianische Umweltinstitut und das Institut für erneuerbare Naturressourcen IBAMA (Meio Ambiente e dos Recursos Naturais Renováveis) derzeit nach einer Möglichkeit suchen, wie Drohnen (unbemannte Flugzeuge) eingesetzt werden können.

Ein weiterer Schritt sei die Erweiterung der Liste der Gemeinden, die im Abholzungsgebiet liegen. „Wir werden die Richtlinien verschärfen. Ich akzeptiere nicht, dass eine Gemeine von der Liste gestrichen wird und im folgenden Jahr dort wieder illegale Abholzungen festgestellt werden, wie eine Art Provokation“, so Teixeira.

Zwischen August 2012 und Juli 2013 wurden 5.843 km² abgeholzt, so zeigten Bilder des PRODES-Projekts des INPE. Im vorherigen Jahr waren es 4.571 km². Unter den Bundesstaaten, in denen ab stärksten abgeholzt wird, befinden sich Mato Grosso (52 Prozent) und Roraima (49 Prozent). (ds)