Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff verkündete neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Dürre / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff verkündete neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Dürre / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff verkündete neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Dürre / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff nahm gestern an der 17. Versammlung des Verbandes für Entwicklung im Nordosten SUDENE (Conselho Deliberativo da Superintendência do Desenvolvimento do Nordeste) teil. Dort kündigte sie an, dass die Notmaßnahmen zur Verringerung der Auswirkungen der Dürre erweitert werden sollen. Unter den Initiativen befinden sich beispielweise die bessere Wasserversorgung mittels Tankern und der Bau von Zisternen. Laut Rousseff würden sich die Maßnahmen der Regierung seit Beginn der Dürre bereits auf neun Milliarden Reais (ca. 3,46 Milliarden Euro) summieren.

Im Detail bedeutet das, dass die derzeit 4.746 Tanker in 777 Gemeinden auf 6.170 aufgestockt werden. Auch solle in die Logistik im Nordosten Brasiliens investiert werden, damit nicht nur der Bau von neuen Brunnen gefördert wird, sondern auch die Möglichkeit zur Expansion gegeben ist.

Bezüglich der Zisternen teilte Rousseff mit, dass bereits 270.611 neue Brunnen für den häuslichen Gebrauch ausgeliefert worden seien. Bis Juni sollen weitere 130.000 und bis Ende des Jahres 110.000 übergeben werden. Für landwirtschaftliche Betriebe lieferte man 12.369 Zisternen aus. Das Ziel, dass bis 2014 weitere 27.000 gebaut werden, wurde auf 67.000 erweitert. Laut Angaben der Präsidentin sei dieses Vorhaben eine strategische Maßnahme, um die bereits existierenden Wasserspeicher zu erhalten und für eventuelle neue Dürreperioden besser gewappnet zu sein sowie derartige Einbußen wie bei der letzten Dürre zu vermeiden.

Des Weiteren kommentierte Rousseff, dass man sich darauf vorbereiten müsse, dass die Dürre immer noch anhalte und dass die Regenfälle nicht ausreichend intensiv seien, um die Wiederherstellung der Produktionsketten zu garantieren. Aus diesem Grund solle der Wasserverband ANA (Agência Nacional de Águas) ein Programm aufstellen, das die Wasserversorgung der betroffenen Gemeinden absichert. (ds)