Kommunikationsminister Paulo Bernardo äußert sich zu der angehenden Versteigerung der 700-Mhz-Frequenzen / Copyright: Agência Brasil
Kommunikationsminister Paulo Bernardo äußert sich zu der angehenden Versteigerung der 700-Mhz-Frequenzen / Copyright: Agência Brasil

Kommunikationsminister Paulo Bernardo äußert sich zu der angehenden Versteigerung der 700-Mhz-Frequenzen. / Copyright: Agência Brasil

Laut Angaben des brasilianischen Kommunikationsministeriums soll im August dieses Jahres die Versteigerung der 700-MHz-Frequenzen stattfinden, an der sich nationale und internationale Unternehmen beteiligen können. Diese Frequenzen werden dazu genutzt, um Dienstleistungen im Internet oder bei Handygeräte der vierten Generation anbieten zu können.

Die Ankündigung löste in Brasilien kontroverse Reaktionen aus: Gesellschaftsorganisationen argumentieren, dass die Versteigerung das Ende der öffentlich-rechtlichen Sender bedeuten könne, die die Frequenzen 52 und 69 UHF verwenden. Im April hatte das Nationale Forum zur Kommunikationsdemokratisierung FNDC (Fórum Nacional pela Democratização da Comunicação) darauf hingewiesen, dass es neben der Umverteilung der Kanäle nötig ist, die Empfangsstruktur anzupassen, so dass alle Zugang zum Rundfunk erhalten. Das FNDC stellte aber auch fest, dass die „Säuberung“ der 700-MHz-Frequenzen und der Übergang des analogen Fernsehens zum digitalen eine größere Vielfalt des offenen brasilianischen Fernsehens mit sich bringen kann.

Der Kommunikationsminister Paulo Bernardo äußerte sich am vergangenen Donnerstag (14.05.) zu den Versteigerungen und versicherte, dass die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender dadurch nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Laut Bernardo erhalten die Kanäle finanzielle Unterstützung und auch ausreichend Zeit, um auf das digitale System umzusatteln. Aus der Versteigerung erhofft sich der Minister rund 7,5 Milliarden Reais. Auch will Bernardo im Juni in die USA und nach Europa reisen, um für die Versteigerung zu werben und damit den Wettbewerb zu erhöhen. (ds)