Verschiedene Organisationen erheben in einem Bericht Vorwürfe gegen Brasilien bei der UNO. / Copyright: Wikimedia Commons, OS2Warp

Die Allianz für Wasser, die Gemeinschaft zum Kampf für Wasser, Greenpeace und das brasilianische Institut zum Schutz von Verbrauchern haben einen Bericht veröffentlicht, wonach in São Paulo die Menschenrechte durch die mangelhafte Wasserversorgung verletzt worden sein könnten. Der Bericht wurde bereits an die entsprechende Abteilung bei der UNO für Menschenrechte in Bezug auf Wasser und Abwasser weitergeleitet.

Die Autoren klagen an, dass es keine nachvollziehbaren Informationen über die Kürzungen bei der Wasserversorgung gab, keine Planung, dass es zur Ausbeutung der Umweltschutzgebiete kam, zu Kürzungen bei den Investitionen in die Aufbereitung von Abwasser und dazu noch einen Anstieg bei den Gebühren. Außerdem weist der Bericht daraufhin, dass bislang und immer noch ein Notfallplan fehlt: Es gibt keinen Plan für Krankenhäuser, Schulen, oder für öffentliche Einrichtungen, falls es an Wasser fehlt oder für eine Verschärfung der Situation, heißt es.

„Die Regierung trägt die Verantwortung dafür, dass nicht auf die offziellen Dokumente eingegangen wurde, die die Möglichkeit einer solchen Krise schon im Vorfeld beschrieben haben. Es wurden keine Maßnahmen zur Vorkehrung getroffen, wie es die Gesetzgebung vorsieht, und auch die Art und Weise, wie mit der Krise umgegangen wurde, ist zu beanstanden. Es fehlte an Transparenz, die Krise wurde verleugnet und lächerlich gemacht, es wurde sogar über diejenigen gelacht, die immer wieder auf die drohende Gefahr hinwiesen“, sagt Rafael Poço von der Allianz für Wasser. (ls)

Quelle: Agência Brasil