Einkäufe im Supermarkt sind bei den meisten der Grund für die überzogenen Ausgaben. / Copyright: Wikimedia Commons, José Cruz/ABr

Vier von zehn Brasilianern leben über ihren Verhältnissen und schlossen den vergangenen Monat ohne jegliche finanzielle Reserve für Notfälle oder gar mit einem Konto im Minus ab, wie eine Studie des SPC Brasil zusammen mit der nationalen Konföderation der Einzelhandelschefs zeigt.

Die Studie wurde zwischen dem 3. und 6. August unter 623 Internetnutzern mit einem Einkommen über zwei Mindestlöhnen durchgeführt. Die Erhebung zeigt, dass 60 Prozent der Befragten mit überzogenen Ausgaben Frauen sind und mehr als die Hälfte von ihnen (53 Prozent) ist maximal 34 Jahre alt.

„Es handelt sich um Menschen, die am Limit leben. Wenn irgendetwas passiert, verfügen sie über keine finanziellen Reserven oder private Vorsorge. Sie leben über ihrem eigentlichen Lebensstandard und schaffen es nicht einmal, ein kleines Vermögen aufzubauen“, erklärt Marcela Kawauti, Chef-Ökonom der SPC Brasil.

Das zeigt sich auch, wenn man sich die Wünsche der Befragten für das kommende Jahr anschaut: 93 Prozent nannten irgendeine Art von finanzieller Reserve wie Investitionen oder eine private Vorsorge. Eine Verbesserung des privaten Vermögens steht bei 91 Prozent auf der Wunschliste, um sich ein Haus zu kaufen. 81 Prozent hätten gerne ein eigenes Auto.

Gründe für die überzogenen Ausgaben: Bei 59 Prozent waren es Einkäufe im Supermarkt, gefolgt von Snacks für Freunde und Verwandte, die zu Besuch kommen (50 Prozent). Kleidung und Schuhe liegt auf dem dritten Platz mit 49 Prozent. (ls)

Quelle: Valor Econômico