In knapp 90 Prozent der Gemeinden können die Grundschüler keine angemessenen Leistungen in Mathematik vorweisen. / Copyright: Wikimedia Commons, Tiago Abreu
In knapp 90 Prozent der Gemeinden können die Grundschüler keine angemessenen Leistungen in Mathematik vorweisen. / Copyright: Wikimedia Commons, Tiago Abreu

In knapp 90 Prozent der Gemeinden können die Grundschüler keine angemessenen Leistungen in Mathematik vorweisen. / Copyright: Wikimedia Commons, Tiago Abreu

Rund neun von zehn brasilianischen Städten können nicht den Mindestprozentsatz an Schülern vorweisen, die für das 9. Schuljahr in der Grundschule eine angemessen Leistung in Mathematik zeigen, gemessen an den Parametern der Bewegung „Alle für Bildung“ (Todos pela Educação) für 2013. Den Daten zufolge erreichten nur 10,8 Prozent der Gemeinden das Zwischenziel, damit im Jahr 2022 zur Zweihundertjahrfeier der Unabhängigkeit Brasiliens mindestens 70 Prozent der Schüler eine angemessen Leistung erbringen.

„Alle für Bildung“ berücksichtigte die zuletzt veröffentlichten Ergebnisse der Studie Brasilien von 2013. Demnach erreichten in Mathematik 10,8 Prozent das Zwischenziel. In Portugiesisch lag dieser Anteil bei 29,6 Prozent. Die Ziele variieren je nach Jahr, Disziplin und Lage. Die Zwischenziele können auf der Website der Bewegung eingesehen werden.

Seit 2011 stellt die Organisation einen Rückgang des Anteils der Gemeinden fest, die den Zwischenziele in den beiden Disziplinen gerecht werden. Im Jahr 2009 erreichten noch 83,7 Prozent der Gemeinden das Ziel für Portugiesisch am Ende der Grundschule und 42,7 Prozent für Mathematik.

„Es ist nicht so, dass die sich Gemeinden immer weiter verschlechtern. Was wir aber beobachten, ist, dass wir nicht besser werden“, analysierte der Generalkoordinator von „Alle für Bildung“, Alejandra Meraz Velasco. „Das ist eine Warnung. Man ist davon ausgegangen, dass die guten Ergebnisse, die in den ersten Jahren beobachtet wurden, sich positiv auf die letzten Jahre auswirken würden, aber dem war leider nicht so. Ein Schüler wechselt in die Sekundarstufe ohne wirklich auf die Herausforderungen vorbereitet zu sein.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil