Ein Volvo-Truck bleibt vorerst in Brasilien selten. / Copyright: WikiCommons: Graham Richardson
Ein Volvo-Truck bleibt vorerst in Brasilien selten. / Copyright: WikiCommons: Graham Richardson

Ein Volvo-Truck bleibt vorerst in Brasilien selten. / Copyright: WikiCommons: Graham Richardson

Volvo hegt derzeit keine Hoffnungen, verstärkt auf den brasilianischen Markt zu kommen. Der hohe Schutzzoll für nach Brasilien importierte Industriewaren (Imposto sobre Produtos Industrializados, IPI) von 30 Prozent für Autos verhindere, dass der Autobauer auf dem brasilianischen Markt Fuß fassen könne, so Håkan Samuelsson, Präsident des schwedischen LKW-Produzenten. Von der Regelung sind die ersten 4.800 Stück ausgeschlossen.

In einem Interview für die Tageszeitung Folha de São Paulo während der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt machte der Schwede Samuelsson deutlich, dass die Auflagen für Importe Bedingungen schafften, die es ausländischen Unternehmen fast unmöglich machten, sich in Brasilien zu engagieren. Dies führte dazu, dass Volvo eine Nischenmarke ist und das auch in den kommenden Jahren noch so sein wird, so Samuelsson.

Von den Importzöllen sind natürlich jene Wagen befreit, die selbst im Land produziert werden. Der Schwede schloss eine Produktion im Land aber vorerst aus. Es bleibt dadurch bei einer geringen Stückzahl verkaufter LKW – anders als bei der Konkurrenz von Mercedes und BMW. Diese hatten zuletzt angekündigt, in Brasilien Produktionsstandorte zu errichten. Volvo priorisiere stattdessen ein stärkeres Engagement in anderen Märkten wie Russland und China. Global gesehen fehle aber Lateinamerika, um zu einer Weltmarke zu werden, und Lateinamerika ist Brasilien, wie Samuelsson zusammnenfasste. (ms)