Im Nordosten sollen aufgrund eines Stromausfalls im Nordosten alte Kraftwerke wieder aktiviert werden / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, B. Lima
Im Nordosten sollen aufgrund eines Stromausfalls alte Kraftwerke wieder aktiviert werden / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, B. Lima

Im Nordosten sollen aufgrund eines Stromausfalls alte Kraftwerke wieder aktiviert werden / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, B. Lima

Die brasilianische Regierung kam gestern (04.09.) zu dem Entschluss, dass Kernkraftwerke im Nordosten des Landes neu aktiviert werden müssen, um die Stromversorgung der Region zu sichern. In der vergangenen Woche war es zu Stromausfällen gekommen. Laut Angaben des Sekretärs des Ministeriums für Bergbau und Energie (Ministério de Minas e Energia), Márcio Zimmermann, würde der Übergangseinsatz von Kohlekraftwergen, Erdöl- und Erdgaskraftwerken ca. zwei Wochen dauern, solange, bis das Nationale Energieagentur ANEEL (Agência Nacional de Energia Elétrica) den Schaden wieder behoben hat.

Die Entscheidung wurde während der Sitzung des Komitees für Überwachung der Stromversorgung CMSE (Comitê de Monitoramento do Setor Elétrico) getroffen. „Das ist eine Vorsichtsmaßnahme, die wir durchführen müssen, falls es in der Region zu einem erneuten Ausfall kommt“, kommentierte Zimmermann. Erst Anfang Juli hatte die Regierung beschlossen, 34 Heizöl- und Dieselkraftwerke im ganzen Land abzuschalten, die eine Leistung von 3.800 Megawatt aufwiesen. Laut Zimmermann würden die Kosten der Aktivierung der Kraftwerke im Nordosten auf alle Konsumenten im Land aufgeteilt werden.

Der Stromausfall der vergangenen Woche wurde durch eine Brandstelle verursacht, die automatisch zum Ausfall zweier Stromlinien, die die Systeme Südosten / zentralen Westen mit dem Nordosten verbinden, führten. (ds)