Logo Volkswagen / Copyright: Volkswagen AG

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Der Automobilhersteller Volkswagen wird in den nächsten fünf Jahren in Brasilien 3,4 Milliarden Euro investieren, so teilte der VW-Chef Martin Winterkorn am Montag (03.10.) in São Paulo mit.

„Damit haben wir die Weichen für ein nachhaltiges Wachstum in Brasilien gesetzt“, betonte Winterkorn. Des Weiteren bezeichnete er Brasilien als einen der großen Hoffnungsmärkte der Firma. Insgesamt wird Volkswagen einen Betrag von 62,4 Milliarden Euro in Niederlassungen auf der ganzen Welt investieren.

Laut Winterkorn werde man spätestens 2012 den Wert von 20 Millionen produzierter Autos in Brasilien überschreiten. Neben China, Indien und Russland sei Brasilien einer der Hauptmärkte von Volkswagen.

Dem VW-Chef wurde dieses Jahr auch die Auszeichnung „Persönlichkeit Brasilien-Deutschland“ (Personalidade Brasil-Alemanha) der Deutsch-Brasilianischen Außenhandelskammer verliehen, die er dieses Jahr mit dem Gouverneur von Rio de Janeiro, Sérgio Cabral, teilt.

Gestern (04.10.) besuchte Winterkorn das brasilianische Volkswagen-Werk Anchieta in São Bernardo do Campo, das 1959 eröffnet wurde. Es ist die älteste Fabrik außerhalb Deutschlands. Begleitet wurde Winterkorn vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister.

VW ist nicht der einzige Automobilhersteller, der im Markt Brasiliens große Chancen sieht. Renault-Nissan werde 1,1 Milliarden Euro in den Bau eines neuen Nissan-Werks in Rio de Janeiro investieren. Es sollen ca. 200.000 Einheiten pro Jahr produziert werden.

Auch für den BMW-Konzern ist der brasilianische Standort reizvoll. Deshalb plant BMW, in São Paulo ein Werk zu errichten. Anfang Dezember soll der Aufsichtsrat die Entscheidung über die Genehmigung des Baus treffen.

Außerdem baut Fiat ein weiteres Werk im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco. (ds)