Der neue Jahresbericht der Arbeit in Mikro- und Kleinunternehmen / Copyright: SEBRAE

Der neue Jahresbericht der Arbeit in Mikro- und Kleinunternehmen / Copyright: SEBRAE

Das Einkommen der Arbeitnehmer in Mikro- und Kleinunternehmen (micro e pequenas empresas, kurz: MPE) ist zwischen den Jahren 2000 und 2010 durchschnittlich um 14,4 Prozent gestiegen – rund drei mal mehr als der Anstieg der Vergütung, die von Mittleren und Großunternehmen gezahlt wird (4,4 Prozent).

Diese Zahlen sind gestern (05.12.) im „Jahrbuch der Arbeit in Mikro- und Kleinunternehmen“ (O Anuário do Trabalho da Micro e Pequena Empresa), einer gemeinsamen Studie vom Brasilianischen Unterstützungsservice der MPEs (Serviço Brasileiro de Apoio às Micro e Pequenas Empresas, kurz: SEBRAE und des intergewerkschaftlichen Instituts für Statistik und Sozioökonomische Studien (Departamento Intersindical de Estatísticas e Estudos Socieoconômicos, kurz: Dieese), in São Paulo veröffentlicht worden.

Die Datenerhebung zeigt, dass der Unterschied zwischen den gezahlten Gehältern von MPEs und den größeren Unternehmen um fünf Prozent abgenommen hat. Im Jahr 2000 war die Entlohnung der MPEs noch um 43,8 Prozent geringer, als die der mittleren und großen. 2010 war diese Differenz auf 38,4 Prozent gesunken.

Laut dem Präsidenten von SEBRAE, Luiz Barreto, sei die Erweiterung des Mindestlohns in der betreffenden Dekade eines der wichtigsten Motive für die Steigerung der Löhne in den MPEs gewesen. Er betonte weiterhin, dass die Wertschöpfungspolitik des Mindestlohns fundamental für die Zahlung der Löhne sei, und dass sich, den Prognosen gemäß, die steigende Tendenz auch im nächsten Jahr halten werde.

Aufmerksamkeit wurde auch einem weiteren Motiv der Lohnsteigerung geschenkt: die erhöhte Schulbildung der brasilianischen Bevölkerung. Die Hälfte der im Bereich der MPEs Tätigen verfügte im Jahr 2010 über einen Oberschulabschluss oder ein nicht abgeschlossenes Studium. Im Jahr 2000 verfügten lediglich 23,9 Prozent der Arbeitskräfte über diese Qualifikationen.

Die Studie erfasst insgesamt 51,6 Prozent der offiziellen Arbeitsstellen des brasilianischen Privatsektors. Es sind insgesamt 6,1 Millionen Mikro- und Kleinunternehmen, die 99 Prozent der Gesamtzahl von Unternehmen im Land stellen. (jv)