Bürger fühlen sich von Wahlwerbung im Bundesdistrikt gestört und prangern Kandidaten an. / Copyright: Agência Brasil
Bürger fühlen sich von Wahlwerbung im Bundesdistrikt gestört und prangern Kandidaten an. / Copyright: Agência Brasil

Bürger fühlen sich von Wahlwerbung im Bundesdistrikt gestört und prangern Kandidaten an. / Copyright: Agência Brasil

Seit dem 6. Juli, seit dem politische Werbung auf den Straßen erlaubt ist, lautet die Vorgabe für viele Kandidaten sich auch in Erscheinung zu bringen. Im Kampf um die Ausstellung von Bildern setzen einige Kandidaten im Bundesdistrikt auch Poster, Banner und Broschüren ein. Aber anstatt damit neue Wähler anzusprechen, passiert das Gegenteil.

„Ich halte davon gar nichts! Das ist nicht richtig. Es ist eine bildliche Verschmutzung der Stadt. Die Werbung ist nicht schön und interessiert niemanden. Was wir wollen, ist, dass die Stadt sauber und organisiert ist, stattdessen laufen wir die Straßen entlang und müssen diesen Horror sehen. Meine Tochter hat bereits gesagt, dass sie für keinen Kandidaten stimmen wird, der die Stadt verschmutzt“, berichtet die Bewohnerin Rosângela Ferreira. Der Journalist Amaro Peixoto kommentiert: „Diese Werbung beeinflusst mich in keinster Weise, sie verschmutzt nur und stört.“ Andere fühlen sich durch die Wahlwerbung nicht gestört. „Mir ist das egal. Ich denke, es stört nicht. Es gibt ja Orte, an denen Werbung verboten ist“, sagt die Studentin Sônia Lopes.

Die Unzufriedenheit vieler Wähler macht sich nicht nur auf der Straße bemerkbar. Auch in den sozialen Netzwerken wurden viele Seiten ins Leben gerufen, die die Wähler dazu ermutigen, die Werbung, die sie stört, zu fotografieren und auf den Seiten zu veröffentlichen. Eine dieser Seiten ist „Diga não ao candidato sujão“ auf Facebook. Hier gibt es außerdem die Seite „Nesse eu não voto!“ mit einer schwarzen Liste der Kandidaten, die Poster und Banner in der Stadt verteilen und ohne Erlaubnis Nachrichten aufs Handy verschicken. (ls)