Die Landwirtschaft in Brasilien ist einer der stärksten Wirtschaftssektoren / Copyright: Wikimedia Creative Commons, João Felipe C.S
Die Landwirtschaft in Brasilien ist einer der stärksten Wirtschaftssektoren / Copyright: Wikimedia Creative Commons, João Felipe C.S

Die Landwirtschaft in Brasilien ist einer der stärksten Wirtschaftssektoren / Copyright: Wikimedia Creative Commons, João Felipe C.S

Brasilianische Getreideproduzenten können ab jetzt Kredite in Höhe von insgesamt einer Milliarde Reais (rund 345 Millionen Euro) in Anspruch nehmen, um Investitionen in neue Lagerräume und Speicher zu tätigen. Der Nationale Währungsrat (Conselho Monetário Nacional, kurz: CMN) stellt im Rahmen des Programms zur Investitionsunterstützung (Programa de Sustentação do Investimento, kurz: PSI) die finanziellen Mittel zur Verfügung. Der CMN genehmigte den Landwirten zusätzlich den Kauf von landwirtschaftlichen Maschinen und Fahrzeugen.

Mithilfe der Kredite sollen Agrarproduzenten Silos, Lagerhallen und den Ausbau einer längst überfälligen Infrastruktur  finanzieren. Der Wirtschaftsberater Bruno Leal erklärte, dass die Kredite eine Laufzeit von 180 Monaten hätten und mit 3,5 Prozent Zinsen pro Jahr günstige Rahmenbedingungen schaffen würden. Durch das PSI werden schon seit geraumer Zeit Kredite zur Verfügung gestellt. Allerdings war es landwirtschaftlichen Betrieben bislang untersagt, einen Kredit des PSI aufzunehmen. Lediglich Technologie- und Industrieunternehmen könnten die finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen.

Im Rahmen des PSI sollen die Landwirte, vor allem Kleinbauern, auch bei der Errichtung ihrer Wohnhäuser unterstützt werden. Dabei will der CMN auch Steuern erlassen und das Land auf seine Fruchtbarkeit untersuchen, um Ernteenttäuschungen zu vermeiden. Gerade Kleinbauern im Nordosten des Landes kommt die Unterstützung entgegen. Sie hatten während der letzten Saison besonders unter der Trockenheit und anschließender ausbleibender Ernte zu leiden. (sg)