Wal-Mart Supercenter in São José do Rio Preto, state of São Paulo, Brasilien. / Copyright:Autor Wiki Commons. Autor Arthur Jacob
Wal-Mart Supercenter in São José do Rio Preto, state of São Paulo, Brasilien. / Copyright:Autor Wiki Commons. Autor Arthur Jacob

Wal-Mart Supercenter in São José do Rio Preto, state of São Paulo, Brasilien. / Copyright:Autor Wiki Commons. Autor Arthur Jacob

Die US-amerikanische Handelskette Wal-Mart begann zum Jahresende 2013 einen weltweiten Prozess der Umstrukturierung. In Brasilien wurden 300 Angestellte vornehmlich aus dem Verwaltungsbereich entlassen.

Wie die brasilianische Tageszeitung Folha de S. Paulo am gestrigen Montag (23.12.) einen Bericht von Wal-Mart Unternehmens zitiert, hätten eine interne Revision und eine Neustrukturierung der Verwaltungsebene zu einer Verringerung der Angestellten geführt. Das Unternehmen gab aber keine konkreten Zahlen bekannt. Darüber wiederum informierte die zuständige Gewerkschaft der Angestellten des Handels (Sindicato dos Comerciários de São Paulo) und bestätigte die Zahl von 300 Entlassungen.

Laut Folha  verfügt Walmart über 544 Supermärkte in Brasilien und beschäftigt rund 80.000 Angestellte. Bis Dezember 2013 betrug die Anzahl der Märkte noch 547. Im laufenden Jahr wurden demnach 22 eröffnet und 25 geschlossen. Mike Duke, der Vice-Präsident der drittgrößten Handelskette in Brasilien, erklärte die Maßnahmen für notwendig. Der wirtschaftliche Ausblick sei schwierig und unvorhersehbar. Dies treffe auf die ganze Welt zu. In Brasilien wolle man weiter wachsen. Doch erst einmal müsse eine festere Basis geschaffen werden, so Duke weiter.

Ricardo Patah, Präsident der Gewerkschaft bestätigte, dass er sich mit dem neuen Präsidenten von Walmart Brasilien, Guilherme Loureiro, getroffen habe, um die Entlassungen zu diskutieren. „Wir stehen im Kontakt zur Personalabteilung des Unternehmens. Für uns stellen die Entlassungen zu dieser Jahreszeit eine Missachtung gegenüber den Angestellten dar. Zudem sind sie eine antigewerkschaftliche Praxis“, so der Gewerkschaftsführer Patah. Was hier geschehe, könne überall passieren, so Patah weiter. Denn auch in China seien so kurz vor Weihnachten Entlassungen vollzogen worden.

Erst im Oktober dieses Jahres hatte Wal-Mart Maßnahmen der Umstrukturierung angekündigt. Darunter war auch der Entschluss kleinere Märkte mit zu geringem Umsatz schließen zu wollen. Die betroffenen Angestellten sollten woanders eingesetzt werden. (ms)