Der Fluss Rio Madeira ist einer der wichtigsten Nebenflüsse des Amazonas. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil
Der Fluss Rio Madeira ist einer der wichtigsten Nebenflüsse des Amazonas. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil

Der Fluss Rio Madeira ist einer der wichtigsten Nebenflüsse des Amazonas. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil

Beim Ausbau des Wasserkraftwerkes Santo Antônio Energia am Fluss Rio Madeira in der Stadt Porto Velho gibt es Probleme. Das gleichnamige Unternehmen Santo Antônio Energia, verantwortlich für den Bau, braucht dringend Geld, um seinen Cashflow zur regulieren und Zahlungen nachzukommen. Doch die Aktionäre des Unternehmens genehmigten die geforderte Summe von 1,14 Milliarden Reais nicht, weil dafür eine Mehrheit auf der außerordentlichen Generalversammlung am Donnerstag (25.09) fehlte.

Das erweiterte Wasserkraftwerk soll laut Plan im kommenden Jahr in Betrieb gehen und ist Teil eines Komplexes am Fluss Rio Madeira. Das Wasserkraftwerk allein wird damit voraussichtlich das sechst größte seiner Art in ganz Brasilien sein. Die erzeugte Energie soll ausreichen, um 44 Millionen Brasilianer zu versorgen.

Laut dem Unternehmen hat ein Teil der Aktionäre die Forderung an die Aktionäre so verstanden, dass diese nicht den Vorgaben in den Richtlinien entspricht, was einer Bewilligung entgegen stand. „Angesichts der Schwere und Dringlichkeit der Angelegenheit hatte die Santo Antônio Energia erwartet, dass sie das Geld über den Zuschuss bekommen würde, um weiterhin alle Verpflichtungen erfüllen zu können, inklusive dem Bau des Wasserkraftwerkes“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Wegen der Verzögerungen bei den Bauarbeiten handelte sich das Unternehmen eine Verbindlichkeit auf dem Markt für kurzfristig lieferbaren Strom ein, weil es Energie nicht zu den vereinbarten Fristen lieferte. Anfang des Monats lehnte der Oberste Gerichtshof die Bitte des Unternehmens ab, die Begleichung der Verbindlichkeiten aufzuschieben und die nationale Energieagentur Aneel verschob die Entscheidung über den Fall. Nach Angaben des Unternehmens würden diese Fragen die Überlebensfähigkeit der Firma weiter gefährden. (ls)