Der Bundesstaat São Paulo hat derzeit stark unter den ausbleibenden Regenfällen zu kämpfen / Copyright: Agência Brasil
Der Bundesstaat São Paulo hat derzeit stark unter den ausbleibenden Regenfällen zu kämpfen / Copyright: Agência Brasil

Der Bundesstaat São Paulo hat derzeit stark mit den ausbleibenden Regenfällen zu kämpfen. / Copyright: Agência Brasil

Der Wassermangel und die Wasserrationierung im Bundesstaat São Paulo sind derzeit brennendes Thema in Brasilien. Auch in der Stadt São Paulo melden viele Bewohner Beschwerden aufgrund der Wasserknappheit in verschiedenen Stadtteilen an. Gestern ist das Niveau des Cantareira-Systems, das die Stadt versorgt, sogar unter 3,3 Prozent gesunken. Vor einem Jahr lag das Niveau noch bei 38,2 Prozent. Der Nationale Wasserverband (Agência Nacional de Águas) hatte bereits genehmigt, dass die zweite, stillgelegte Reserve des Systems verwendet werden kann. Diese zählte zusätzlich 106 Milliarden Liter Wasser.

Ein aktuelles Beispiel an Städten im Bundesstaat, die mit dem Wassermangel zu kämpfen haben, ist die Stadt Cristais Paulista. Diese musste gestern ihre Schulen aufgrund des Wassermangels schließen und 2.000 Schüler sind von dieser Notfallaktion beeinträchtigt. Krankenhäuser, Gesundheitsstationen und andere öffentliche Organe sind glücklicherweise noch nicht von diesen Maßnahmen betroffen. Laut Angaben des Sekretärs für Bauarbeiten von Cristais Paulista, Moacir Almeida de Oliveira, werden die Schulen voraussichtlich erst nächste Woche wieder öffnen. Das Wasser zur Wasserversorgung käme aus Quellen, die momentan komplett trocken lägen. Als Notfallmaßnahme wurde Wasser mit Tankwagen aus fünf Kilometer Entfernung geholt.

Cristais Paulista ist nicht die einzige Stadt im Bundesstaat, die unter der Wasserknappheit leidet. In Itu gibt es beispielsweise bereits seit Februar dieses Problem. In verschiedenen Gemeinden wurde offiziell die Wasserrationierung als Maßnahme eingeführt. In Guarulhos hat die Bevölkerung zum Beispiel nur alle zwei Tage Zugriff auf Wasser, in Bauru alle 24 Stunden. Es gibt noch viele weitere Fälle, in denen das Wasser rationiert und zugewiesen wird. (ds)