Wärmekraftwerke sollen brasilianische Wasserkraftwerke vorübergehend entlasten / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Gov/Ba
Wärmekraftwerke sollen brasilianische Wasserkraftwerke vorübergehend entlasten / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Gov/Ba

Wärmekraftwerke sollen brasilianische Wasserkraftwerke vorübergehend entlasten. / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Gov/Ba

Die Situation in den brasilianischen Wasserkraftwerken und der sehr niedrige Wasserstand der Speicher ruft den nationalen Strombetreiber ONS (Operador Nacional do Sistema Elétrico) auf den Plan. ONS will die Stromproduktion auf brasilianische Wärmekraftwerke umschalten, damit die Wasserbestände sich in den Wasserkraftwerken wieder erholen können. Das Umschalten der Stromproduktion bringt allerdings auch eine Erhöhung der Stromgebühren in den Kraftwerken in der Woche vom 8. bis 14 März um 6,9 Prozent mit sich.

Diese Erhöhung wird sich schließlich auch im Geldbeutel des Endverbrauchers bemerkbar machen. Die Stromerzeugung wird immer teurer, bereits im vergangenen Jahr lagen die zusätzlichen Ausgaben für Wärmekraftwerken bei 9,5 Milliarden Reais. In diesem Jahr rechnet man aufgrund der Situation in den Wasserkraftwerken mit noch höheren Ausgaben. Durch die Notwendigkeit, Wasser in den Hauptreservaten des Landes zu sparen, musste ONS das  Volumen von Wärmekraftwerken von 16.308 Megawatt pro Woche auf 17.442 Megawatt erhöhen.

Laut Angaben von ONS hätte sich die Situation in einigen Wasserspeichern bereits verbessert, die sich in einer kritischen Situation befanden. Diese belieferten die Systeme des Südostens und mittleren Westens, die 70 Prozent der Kapazität des gesamten Verbundsystems ausmachen. Die Speicherstände seien bereits von 34,6 Prozent (28. Februar) auf 35,48 Prozent (09. März) gestiegen. Die Situation in den anderen Regionen sei etwas besser: Im Süden liegt der Stand bei 40,62 Prozent, im Nordosten bei 42,12 Prozent und im Norden sogar bei 82,95 Prozent. (ds)