Wegen der extremen Dürre Anfang des Jahres ist der Wasserstand im Cantareira-System auf einem gefährlich niedrigen Stand. / Copyright: Wikimedia Commons, OS2Warp
Wegen der extremen Dürre Anfang des Jahres ist der Wasserstand im Cantareira-System auf einem gefährlich niedrigen Stand. / Copyright: Wikimedia Commons, OS2Warp

Wegen der extremen Dürre Anfang des Jahres ist der Wasserstand im Cantareira-System auf einem gefährlich niedrigen Stand. / Copyright: Wikimedia Commons, OS2Warp

Seit Beginn der Wasserentnahme aus der technischen Reserve des Cantareira-Systems vor einem Monat ist der Wasserstand der Reservoire um 3,7 Prozentpunkte gesunken. Am 16. Mai vermeldete der Wasserversorger der Stadt São Paulo Sabesp einen Stand von 26,7 Prozent. Am vergangenen Montag (16. Juni) veröffentlichte das Unternehmen einen Wasserstand von 23 Prozent.

Als technische Reserve wird das Wasservolumen bezeichnet, das sich in der Erde unter dem Reservoir befindet. Laut Ivanildo Hespanhol, Direktor des internationalen Referenzzentrums für Wasserwiederverwendung, ist die Qualität dieses Wassers die gleiche wie aus dem Cantareira-System.

Als Experte für die Behandlung und Wiederverwendung von Wasser nahm Hespanhol an den Treffen der Antikrisen-Gruppe bezüglich des Cantareira-Systems teil und bestätigte, dass das System über ausreichend Wasser verfügt, um die Metropolregion Sao Paulo bis November mit Wasser zu versorgen. Danach könnte laut dem Experten eine Wasserrationierung nötig sein, sollte es nicht ausreichend regnen.

Die größte Sorge in Bezug auf die Wasserqualität macht Hespanhol die mögliche Rationierung. Denn ihm zufolge führt die Unterbrechung der Wasserversorgung über die Leitungen dazu, dass die betroffenen Leitungen verschmutzen. Werde die Rationierung wieder aufgehoben, würde der Schmutz mit dem Wasser in die Haushalte gebracht. (ls)