Am kommenden Sonntag werden in einigen brasilianischen Bundesstaaten die Uhren auf Sommerzeit umgestellt / Copyright. Agência Brasil
Am kommenden Sonntag werden in einigen brasilianischen Bundesstaaten die Uhren auf Sommerzeit umgestellt / Copyright. Agência Brasil

Am kommenden Sonntag werden in einigen brasilianischen Bundesstaaten die Uhren auf Sommerzeit umgestellt / Copyright. Agência Brasil

Der brasilianische Energieminister Ildo Grüdtner des Ministeriums für Bergbau und Energie (Ministério de Minas e Energia) teilte gestern (16.10.) mit, dass Brasilien durch die diesjährige Umstellung auf die Sommerzeit (2013-2014) 4,6 Milliarden Reais einspart, die in die Energiegewinnung investiert werden. Weitere 400 Millionen Reais spart man durch den geringeren Energieverbrauch.

Während der Stoßzeiten, zwischen 18 Uhr und 21 Uhr, rechnet man mit einer Reduzierung von 2.065 Megawatt (MW) im Südosten und zentralen Westen Brasiliens, im Süden seien es 630 MW weniger. Das bedeutet in diesen drei Regionen eine Reduzierung von zwischen 4,5 und 5 Prozent. Die Sommerzeit wird am kommenden Sonntag (20.10.) um 24:00 Uhr umgestellt und geht bis zum 16. Februar 2014. Sie betrifft die Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Santa Catarina, Paraná, São Paulo, Rio de Janeiro, Espírito Santo, Minas Gerais, Goiás, Mato Grosso do Sul und den Bundesdistrikt.

Laut Grüdtner würde durch die Maßnahme das Tageslicht besser ausgenutzt werden. „Damit sparen wir Investitionen in die Energiegewinnung und -übertragung. Das sind Kosten, die sich auf die Tarife auswirken würden und in den Betrieb von weiteren Wärmekraftwerken fließen, um dem Stromverbrauch abdecken zu können.“ Effektiv würde nicht die Regierung sparen, sondern die Endverbraucher.

In Brasilien wurde die Sommerzeit zum ersten Mal 1931/1932 unter dem ehemaligen Präsidenten Getúlio Vargas angewandt. Die Umstellung kommt immer zur gleichen Zeit zur Anwendung, wenn die Tage länger werden. Außerdem erhöht sich bedingt durch den Jahreswechsel und dem Weihnachtsgeschäft der Energieverbrauch am Ende des Jahres. Im letzten Jahr (2012/2013) konnte durch die Umstellung 4,5 Prozent in den Stoßzeiten eingespart werden. (ds)