„Ich werde keinen Pakt mit dem Teufel eingehen, nur um Gottes Werk durchzuführen", so Senator Pedro Taques zum Alkoholkonsum in den Stadien der Fussball-WM 2014 / Copyright: Agência Brasil

„Ich werde keinen Pakt mit dem Teufel eingehen, nur um Gottes Werk durchzuführen", so Senator Pedro Taques zum Alkoholkonsum in den Stadien der Fussball-WM 2014 / Copyright: Agência Brasil

Nach der Verabschiedung im brasilianischen Parlament letzte Woche ist der Gesetzentwurf des allgemeinen Gesetz zur Fussballweltmeisterschaft 2014 (Lei Geral da Copa) im Senat zur Beratung angekommen und verursacht in der Reihen dort bereits erste politische Verwerfungen. Zwei Kommissionen des Senats werden sich nun mit der vom Parlament bereits so verabschiedeten Gesetzesvorlage beschäftigen.

Bereits im Vorfeld hatte die Führung der Opposition im Senat, Senator Álvaro Dias, bereits angekündigt gehabt, dass der Entwurf ohne größere Widerstände die Hürden Senats würde nehmen können. Aber in den wenigen Tagen seit der Verabschiedung am 28.03. wird deutlich, dass einige Senatoren aus der Opposition diese Ansicht Álvaro Dias nicht teilen. Streitpunkt ist hierbei vor allem der Verkauf und Konsum alkoholischer Getränke während der Fussball-WM in den Stadien. Von Seiten der Opposition wurde die Souveränität des Staates Brasilien betont, welche nicht durch die Regelungen der FIFA außer Kraft gesetzt werden dürfe.

Die Opposition im Senat spielt dabei auf den politischen Druck an, den die FIFA in den letzten Monaten ausgeübt hatte, um einen Verkauf alkoholischer Getränke in den Stadien zu ermöglichen. Der Senator Pedro Taques von der demokratischen Arbeiterpartei (Partido Democrático Trabalhista, kurz: PDT) fasste die Sichtweise der Alkoholgegner poetisch zusammen: „Ich werde keinen Pakt mit dem Teufel eingehen, nur um Gottes Werk durchzuführen.“

Streit löste vor allem die Entscheidung aus, den Gesetzesentwurf nun im Eilverfahren durch den Senat zu bekommen. Ziel der Senatoren von den Regierungsparteien ist es, das Gesetz so schnell als möglich wieder ans Parlament zur abschließenden Beratung zurückzuverweisen, damit es möglichst rasch in Kraft treten kann. Die Diskussionen dort hatten zu einer relativ langen Beratungszeit geführt, was die Regierung nun durch ein Eilverfahren im Senat teilweise wieder gut machen will. Zum Berichterstatter des Gesetzes wurde nun Senator Vidal do Rêgo ernannt, was ein wichtiger Schritt ist, um nun schnell die ersten Schritte im Senat einleiten zu können. (mas)